BASF
Tatjana Diether neue stellvertretende Betriebsrats-Chefin
Mit der 46-jährigen gelernten Technischen Zeichnerin Tatjana Diether ist erstmals eine Frau an die Spitze des Betriebsrats des Ludwigshafener Chemiekonzerns BASF SE gerückt. Sie ist nun Stellvertreterin des Betriebsrats-Vorsitzenden Sinischa Horvat.
Wie die BASF am Montag mitteilte, gehört Tatjana Diether bereits seit 30 Jahren zur Belegschaft. Damals begann sie als Auszubildende. Nach einer weiteren kaufmännischen Lehre an einer privaten Handelsschule sei sie im Ausbildungsbereich der BASF als Referentin tätig gewesen.
Bereits seit 2003 ist Tatjana Diether den Angaben zufolge Mitglied der Arbeitnehmervertretung der BASF SE. Vor vier Jahren wurde sie zusätzlich Mitglied des europäischen Betriebsrats. Seit 2018 sitzt sie als Arbeitnehmervertreterin auch im BASF-Aufsichtsrat.
Die 46-Jährige ist Nachfolgerin von Waldemar Helber, der laut BASF seit 2016 in dieser Funktion tätig war und 2022 in den Ruhestand geht.
Bezirksleiter Gunther Kollmuß von der Gewerkschaft IG BCE teilte mit, das „starke Team“ Horvat/Diether werde nun in die vom 7. bis 9. März 2022 stattfindenden Betriebsratswahlen der BASF SE führen.
Großprojekt wird gefördert
Unterdessen wurde bekannt, dass das Vorhaben „Kairos@C“ der Unternehmen Air Liquide und BASF von der EU- Kommission als eines von sieben Großprojekten aus mehr als 300 Anträgen für eine Förderung durch den Innovationsfonds ausgewählt wurde. Geplant ist laut BASF „der Aufbau der weltweit größten grenzüberschreitenden Wertschöpfungskette zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid “. Ziel sei es, die CO2-Emissionen des Industrieclusters im Hafen von Antwerpen deutlich zu reduzieren. BASF-Chef Martin Brudermüller: „Wir wollen die CO2-Emissionen von BASF bis 2030 um 25 Prozent gegenüber 2018 reduzieren und bis 2050 auf Netto-Null-CO2-Emissionen kommen.“ Dazu müssten alle verfügbaren Technologien genutzt werden.
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