Auto-Test
Subaru Forester: Mit ein wenig Hilfe durch Strom
Forester bedeutet so viel wie Förster oder Waldarbeiter – das Auto ist äußerlich ein typischer SUV, allerdings einer mit ständigem Allradantrieb und deutlich erhöhter Bodenfreiheit. Subaru legt keinen Wert auf ein Familiengesicht – die fünf derzeit in Deutschland erhältlichen Modelle sehen alle deutlich anders aus. Der Forester zeigt mit Scheinwerfern, Nebelleuchten, zwei Kühlergrills und Unterfahrschutz eine eindrucksvolle Bugpartie, die von einer breiten Chromleiste samt Markenzeichen in der Mitte beherrscht wird.
Wie fühlt man sich in diesem Auto?
Es geht fast so geräumig zu wie in einem Minivan, fünf Erwachsene könnten sicher und recht bequem mitfahren, wenn nur die mittlere Kopfstütze hinten nicht zu kurz wäre. Die Innenraumgestalter haben sich durchgehend für Anthrazit entschieden, was durch das Glasschiebedach etwas aufgehellt wird.
Mit mehr als einem halben Kubikmeter ist der Stauraum überdurchschnittlich, der Ladeboden in Höhe von 70 Zentimetern über der Fahrbahn lässt sich stufenlos auf fast zwei Meter verlängern, wenn die hinteren Lehnen vorgeklappt werden. Man könnte sich also etwas aufs Ohr legen, bevor es auf die nächtliche Pirsch geht.
Welchen Antrieb hat das Auto?
Die einzig erhältliche Motorisierung ist Subarus Standard-Boxer mit zwei Litern Hubraum und 150 PS/110 kW. Weil jeweils zwei Zylinder gegenüberliegen – daher der Name Boxermotor -, baut dieses Triebwerk flach und führt zu einem tieferen Schwerpunkt.
Um den Verbrauch zu senken, hat Subaru einen 17-PS-Elektromotor hinzugefügt, der unterwegs bei der Fortbewegung hilft. In Tempo-30-Zonen bringt er den 1,7-Tonner auch mal mit sehr sanftem Gasfuß allein ins Rollen, ehe sich der Benzinmotor wieder ruckfrei zuschaltet, dank eines Planetengetriebes mit verzweigten Kräften den Vortrieb besorgt und obendrein die Batterie lädt. Natürlich wird die auch beim Bremsen mit Strom gefüllt – die Fachleute nennen diesen Vorgang rekuperieren. Im Schub schaltet sich der Freilauf ein – heutzutage „Segeln“ genannt. Ein technisches Subaru-Kennzeichen außer dem Boxermotor ist der ständige Allradantrieb.
Was bietet einem dieses Auto?
In der aktuellen Forester-Generation ist der Mensch am Steuer unter ständiger Beobachtung. Dank einer Gesichtserkennung, die auch die Blickrichtung umfasst, wird man aufgefordert, den Blick auf die Fahrbahn zu lenken, wenn man einmal anderswohin schaut.
Man muss nicht die hier getestete Platinum-Ausstattung für 43.490 Euro kaufen, um sich sicher zu fühlen. Schon im Trend-Einstiegsmodell für 34.990 Euro wird an Sicherheit nicht gespart, gibt es außer sieben Airbags an Bord elektronische Assistenten für Notbremsung, Querverkehr, Spurhaltung und Totwinkel, dazu LED-Scheinwerfer, Rückfahrkamera und adaptiven Tempomat. Ein Notrad liefert Subaru nicht mehr mit, was sich bei Ausflügen in entlegene Gegenden als Mangel erweisen könnte.
Für welche Strecken ist dieses Auto geeignet?
Man kann sich mit dem Forester wirklich ins Gelände wagen, weil sich über einen Drehknopf zwei Programme für unbefestigten oder glatten Untergrund einstellen lassen. Wenn man eine Subaru-Werkstatt braucht, muss man weniger suchen als gedacht: Zu den 150 deutschen Händlern kommen 230 sogenannte Service-Punkte. Auch in der benachbarten Alpenländern Österreich und der Schweiz erfreut sich die Allradmarke großer Beliebtheit.
PLUS UND MINUS
AUTOGRAMM
Typ: Allradler; Preis: 43.490 Euro; Länge: 4,63 Meter; Breite: 1,82 Meter; Höhe: 1,73 Meter; Radstand: 2,67 Meter; Leergewicht: 1767 Kilogramm; Zuladung: 454 Kilogramm; Kofferraum: 509 Liter; Sitze: 4+1; Tankinhalt: 48 Liter; Motor: Boxer-Vierzylinder; Hubraum: 1995 Kubikzentimeter; Leistung: 150 PS/110 kW bei 5600-6000 U/min; max. Drehmoment: 194 Newtonmeter bei 4000 U/min; Elektromotor: Permanentmagnet-Synchron; Leistung: 17 PS/12 kW; Drehmoment: 66 Nm ab 1 U/min Getriebe: Stufenlose CVT-Automatik; Spitze: 188 km/h; 0 auf 100 km/h: 11,8 Sekunden; Normverbrauch: 6,7 Liter Super; CO2-Ausstoß: 154 Gramm/km; Testverbrauch: im Schnitt 8,1 Liter pro 100 Kilometer.