Wirtschaft
Street View: Frische Straßenführer
Google Maps ist schon lange die liebste Navi-App der Deutschen. Google Street View mit seinen Kamerafahrten und Ansichten aller Häuser war 2010 aber in Deutschland auf großen Widerstand gestoßen. Viele Hausbesitzer nahmen damals ihr Recht in Anspruch, die Fassade verpixeln zu lassen. Daraufhin stoppte Google seine Aktivitäten. Nun hat das Unternehmen einen neuen Versuch gewagt. Die Technik ist gleich geblieben: Alle paar Meter wird automatisch von einem Auto aus ein 3D-Panorama aus einer erhöhten Position aufgenommen. An für PKW unzugänglichen Stellen werden auch mit Kamerarucksäcken ausgerüstete Fußgänger durch die Gegend geschickt. Eine Software verknüpft diese Bilder. So lässt sich eine virtuelle Fahrt unternehmen. An jeder Stelle ist aber auch ein Rundumblick möglich. Autos und Gesichter werden wie üblich automatisch verpixelt.
Touristisch attraktive Städte wie Berlin, München und Hamburg glänzen nun mit aktuellem Bildmaterial. Auch weltweit als idyllische Klassiker geltende Städte wie Rothenburg ob der Tauber wurden neu erfasst. Das Aufnahmedatum ist jeweils in einem kleinen Fenster vermerkt. Die Aufnahmen von Ludwigshafen stammen aus dem September 2022. Sie zeigen die Stadt glücklicherweise häufiger bei sonnigem Wetter. Die Bilder aus Mannheim sind einen Monat früher entstanden. Die Qualität der Bilder ist deutlich besser geworden; das fällt vor allem bei Kontrast und Farbtreue auf.
Wer einen Besuch in einer interessanten Stadt plant, kann sich per Street View zuvor sehr anschaulich informieren. Google Maps und Street View lassen sich auch leicht kombinieren. Wer auf einem Smartphone die Google Maps-App geöffnet hat, kann durch Druck auf einen Ort eine Markierung setzen. Wer dann nach unten scrollt, kann durch Berühren des Street-View-Symbols passende Bilder aufrufen. Eleganter ist die Verwendung der optionalen Street-View-Ebene. Bereiche, für die Fotos verfügbar sind, werden blau unterlegt. Mit einem Druck auf eine blaue Linie startet Street View. Verpixelte Bilder sind in der neuen Auflage von Street View selten zu entdecken; für die Panoramabilder wurden bisher laut Google nur wenige Verpixelungswünsche angemeldet.