Meinung
Stellantis, der Unruhestifter
6000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte das Kaiserslauterer Opel-Zulieferwerk in seinen besten Zeiten. Gestartet wurde 1966 mit 2400 Beschäftigten, aktuell sind es gerade einmal noch annähernd 1500. Motoren, Teile und Komponenten aus Kaiserslautern sind aber nach wie vor eine feste Größe, damit Autos verschiedener Marken, früher unter GM-, dann unter PSA- und inzwischen unter Stellantis-Regie, an anderen Standorten zusammengebaut werden können.
Starke Identifikationskraft
Zudem kommt Opel eine starke Identifikationskraft zu: Die Traditionsmarke mit dem Blitz und der Traditionsfußballclub FCK sind untrennbar mit der Westpfalz, ja mit der gesamten Pfalz, verbunden.
Umso skeptischer sind die Opelanerinnen und Opelaner verständlicherweise, wenn nun die Stellantis-Führung Werke aus der gesellschaftsrechtlichen Struktur von Opel heraustrennen will. Zwar wird beteuert, dass Kaiserslautern – auch wegen der geplanten Batteriezellen-Produktion – für die automobile Zukunft gut gerüstet sei. Und dass das Werk im Produktionsverbund von Stellantis wichtig bleibe. Aber eine glasklare Zusicherung, dass Opel nicht die Zuständigkeit für Kaiserslautern verliert und dass das Werk keine weiteren Jobs verliert, fehlt bislang. Vertrauen und Motivation erzeugt man so nicht.