Pendlerpauschale RHEINPFALZ Plus Artikel Spritpreise: Entlastung für Autofahrer gefordert

Viele Autofahrerinnen und Autofahrer ärgern sich angesichts stark gestiegener Spritpreise über diese Art von Zapfen-Streich.
Viele Autofahrerinnen und Autofahrer ärgern sich angesichts stark gestiegener Spritpreise über diese Art von Zapfen-Streich.

Wie sollen Autofahrerinnen und Autofahrer mit den steigenden Spritpreisen zurechtkommen? Weniger fahren, gezielt tanken, auf Bus, Bahn und E-Autos umsteigen? Alles schön und gut. Aber wer beruflich pendeln muss, sollte schnell entlastet werden, fordert der Steuerzahlerbund.

Wegen des starken Anstiegs der Spritpreise tritt der Steuerzahlerbund für spürbare Entlastungen für Verbraucher und Berufspendler ein. Die Pendlerpauschale müsse auf 40 Cent ab dem ersten Kilometer angehoben werden, fordert deshalb der Präsident des Steuerzahlerbundes, Reiner Holznagel.

Aktuell gibt es 30 Cent pro Kilometer. 35 Cent sind ab dem 21. Fahrtkilometer pro Arbeitstag (einfache Strecke zum Arbeitsplatz) absetzbar. „Das ist nicht kostendeckend, trägt aber der Mehrbelastung bei Pendlern teilweise Rechnung“, so der ADAC.

Und die Geringverdiener?

Neu ist seit diesem Jahr, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit geringem Verdienst statt der Entfernungspauschale eine sogenannte Mobilitätsprämie beanspruchen können. Diese Prämie erhalten Beschäftigte, die so wenig verdienen, dass sie keine Einkommensteuer zahlen und vom Abzug der Pendlerpauschale deshalb nichts haben. Die Prämie beläuft sich auf 4,9 Cent pro Kilometer (14 Prozent der erhöhten Pauschale) – dies aber ebenfalls erst ab mindestens 21 Fahrtkilometern einfache Strecke. Damit gehen geringverdienende Pendler mit kürzerer Wegstrecke komplett leer aus.

„Die Preise an der Zapfsäule sind stark gestiegen und belasten die Verbraucher, die Politik muss jetzt handeln, um die Bürger zu entlasten“, sagte Holznagel der „Augsburger Allgemeinen“. Eine schnelle Entlastung könne die Anhebung der Pendlerpauschale auf 40 Cent bringen.

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Mobilitätsgeld vorgeschlagen

Unterdessen drängen der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Linkspartei darauf, die Pendlerpauschale durch einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld und Pro-Kopf-Entlastungen beim CO2-Preis zu ersetzen. „Ein einheitliches, einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld für alle Verkehrsmittel anstelle der Pendlerpauschale würde Berufspendler entlasten“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell. Außerdem sprach sich der DGB für eine Klimaprämie aus, „mit der die Pro-Kopf-Erstattung der steigenden Preise durch den nationalen Emissionshandel möglich wird“.

Auch die Linke plädiert für ein einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld und warf den Ampel-Parteien Ratlosigkeit angesichts der wachsenden Kosten-Belastungen der Bevölkerung vor. „Es ist ein Armutszeugnis, dass SPD, Grüne und FDP keine einzige Maßnahme gegen explodierende Energiepreise in ihrem Sondierungspapier vorgesehen haben“, sagte Parteivorstandsmitglied Lorenz Gösta Beutin der „Augsburger Allgemeinen“.

Der Dieselpreis war am Sonntag auf seinen bisherigen Höchststand gestiegen. Autofahrer mussten nach Angaben des ADAC im bundesweiten Durchschnitt 1,555 Euro pro Liter zahlen und damit mehr als je zuvor. Auch der Benzinpreis stieg stark an.

Wie sieht es in der Pfalz aus?

Hier Preisbeispiele von Mittwoch, 10.30 Uhr, aus der Pfalz: Ein Liter Diesel kostete in der Region rund um Ludwigshafen zwischen 1,48 und 1,54 Euro. Die Preisspanne bei Super E5 reichte je Liter von 1,61 bis 1,70 Euro. Klar teurer war es in der Westpfalz laut der App clever-tanken.de: Der Dieselpreis lag in der Region rund um Kaiserslautern zwischen 1,51 und 1,61 Euro. E5 kostete zwischen 1,65 und 1,77 Euro.

 

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Sprit ist immer noch sehr teuer.

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