Wirtschaft Siemens/Alstom: Grünes Licht für Bahnsparten-Fusion

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«München/Paris.» Der deutsche ICE und der französische TGV sollen künftig aus einer Hand kommen.

Der Siemens-Aufsichtsrat und der Alstom-Verwaltungsrat gaben gestern Abend nach Medienberichten grünes Licht für die Fusion der Siemens-Bahnsparte mit dem französischen Konkurrenten Alstom. Öffentlich äußerten sich die Unternehmen bis Redaktionsschluss nicht. In Europa würde durch die Fusion eine starke europäische Nummer zwei auf dem Weltmarkt für Züge entstehen – nachdem China aus zwei Unternehmen mit CRRC die unangefochtene Nummer eins geschmiedet hat. Die Regierungen in Paris und Berlin stünden hinter der Transaktion, hieß es in Verhandlungskreisen. Siemens hatte lange auch mit Bombardier über einen Zusammenschluss gesprochen, aber in letzter Minute Zweifel an der finanziellen Stabilität der Kanadier bekommen. Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser ist zuversichtlich, die Zustimmung der Kartellbehörden für eine Fusion seiner Zug-Sparte zu bekommen. Nennenswerte Arbeitsplatzverluste seien nicht zu befürchten, von einigen Verwaltungsposten abgesehen: „Mobilität ist ein Wachstumsfeld.“ Kaeser wirbt seit Monaten dafür, dem chinesischen Riesen CRRC einen starken Rivalen entgegenzusetzen. Mit einem Umsatz von umgerechnet 30 Milliarden Euro ist CRRC doppelt so groß wie eine fusionierte Siemens-Alstom, die auf 15 Milliarden Euro Umsatz und rund 60.000 Beschäftigte käme.

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