Frankfurter Börsen-Info
Stabile Zuversicht an den Märkten
Von George Stavrakis
Die neue Börsenwoche steht im Zeichen von besorgniserregendem Altbekanntem sowie einem spektakulären Börsengang. Der Dax könnte jedenfalls auch in der neuen Woche den geopolitischen Verwerfungen und der Inflationsangst trotzen. So meint Analystin Claudia Windt von der Landesbank Hessen-Thüringen: „An den Aktienmärkten überwiegt noch die Zuversicht, insbesondere was die US-Börsen anbelangt.“
Als Stütze für den Dax erweise sich die Fantasie rund um die künstliche Intelligenz, meint die Helaba-Expertin. Die Rallye sei zwar zumindest im Halbleiterbereich zuletzt etwas ins Stocken geraten, die Anleger blieben indes ruhig.
Der Chefvolkswirt der Dekabank, Ulrich Kater, ist etwas skeptischer: „Die geopolitischen Unwägbarkeiten bleiben freilich relevant.“ US-Präsident Donald Trump sorgt mit seinem Hühott bei den Verhandlungen mit dem Iran für Unsicherheit – mal überwiegt an der Börse Optimismus, dann folgt regelmäßig Ernüchterung. Die Lage im Nahen Osten ist derzeit wesentlich für die Entwicklung des Ölpreises und damit für die Inflationsaussichten.
SpaceX mit Börsengang
Sollte die für den weltweiten Handel wichtige Straße von Hormus weiter de facto durch den Iran blockiert werden, dürfte der Preis für Öl dauerhaft hoch bleiben. Dies birgt die Gefahr eines Kostenschocks für die gesamte Wirtschaft. Vor diesem Hintergrund wird die am Donnerstag anstehende Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) mit Interesse erwartet. So sicher eine Anhebung der Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte auch scheint, so hoch bleibt die Unsicherheit über den künftigen geldpolitischen Kurs.
Der letzte Tag der neuen Woche steht ganz im Zeichen des erwarteten Rekord-Börsengangs (IPO) von Elon Musks Weltraumfirma SpaceX. Da der Multimilliardär auch seine KI-Firma xAI in das Unternehmen integriert hat und der IPO weltweit mit großen Erwartungen verbunden ist, könnte das Ereignis hierzulande ebenfalls Wellen schlagen.