Wirtschaft Südzucker-Gewinn bricht im ersten Quartal ein

In Neu-Offstein beschäftigt Südzucker 620 Mitarbeiter, 26 mehr als ein Jahr zuvor.
In Neu-Offstein beschäftigt Südzucker 620 Mitarbeiter, 26 mehr als ein Jahr zuvor.

«Mannheim.» Der Preisverfall bei Zucker und Bioethanol hat bei Europas größtem Zuckerkonzern Südzucker im ersten Geschäftsquartal den Gewinn einbrechen lassen. Die Anzahl der Mitarbeiter am Pfälzer Standort Neu-Offstein ist dennoch weiter leicht gestiegen.

Das operative Ergebnis sank zwischen März und Mai um nahezu die Hälfte auf 78 Millionen Euro, wie der S-Dax-Konzern gestern in Mannheim mitteilte. Unter dem Strich blieben nur noch 20 Millionen Euro Gewinn übrig, was rund drei Viertel weniger ist als ein Jahr zuvor. Der Umsatz verringerte sich trotz deutlich höherer Absatzmengen um 2,3 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro. Auch für das Gesamtjahr 2018/2019 (28. Februar) rechnet Südzucker, wie schon bei der Bilanzvorlage für das Geschäftsjahr 2017/18 im Mai angekündigt, mit Rückgängen. Der Konzern erwartet weiterhin, dass das operative Ergebnis von den 445 Millionen Euro des Vorjahres auf 100 bis 200 Millionen Euro sinken wird. Der Umsatz dürfte sich auf einen Wert zwischen 6,8 und 7,1 Milliarden Euro einpendeln nach 7 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Der Beschäftigungsaufbau im Südzucker-Werk im pfälzischen Neu-Offstein (Kreis Bad Dürkheim) ging dennoch weiter. Zum Stichtag 30. Juni waren dort 620 Mitarbeiter beschäftigt, das waren nicht nur deutlich mehr als ein Jahr zuvor mit 594, sondern auch mehr als zum Bilanzstichtag 28. Februar mit 616. Am Konzernsitz in Mannheim beschäftigte Südzucker am 30. Juni 528 (Vorjahr: 521) Mitarbeiter. Aktienchart

x