Wirtschaft Rheinland-Pfalz-Tag: Annweiler am Limit
Der Bahnhof in Annweiler liegt für den Rheinland-Pfalz-Tag ideal. Aber es dürfte nicht leicht werden, das Fahrgastaufkommen zu bewältigen.
Ein Großereignis wie der Rheinland-Pfalz-Tag ist für den Bahnverkehr immer eine besondere Herausforderung. Im vergangenen Jahr war es beim Rheinland-Pfalz-Tag in Worms ein massives Ärgernis, dass die Zellertalbahn, die vor allem für die Rückfahrt von Besuchern aus der Westpfalz gute Dienste hätte leisten können, nicht zur Verfügung stand. Dennoch waren in Worms als Bahnknotenpunkt an einer Hauptstrecke die Infrastruktur-Voraussetzungen relativ gut, um ein hohes Verkehrsaufkommen zu bewältigen. In Annweiler ist das leider nicht der Fall. Anders als in Worms gibt es hier nur eine Bahnstrecke und die ist auch noch eingleisig. Wegen der Bahnsteiglänge sind zudem maximal Einheiten aus zwei Triebwagen möglich. Wenn, wie von den Organisatoren angekündigt, pro Stunde 2000 bis 2500 Fahrgäste am Bahnhof Annweiler ankommen sollen, dann dürfte es in den Zügen ziemlich eng werden. Man muss allerdings froh sein, dass es auf der Queichtalbahn überhaupt noch möglich ist, immerhin halbstündlich Züge zu fahren. Auf anderen Strecken wurde teilweise die Infrastruktur soweit reduziert, dass nur ein Stundentakt oder im Extremfall wie etwa auf dem Südabschnitt der hessischen Odenwaldbahn zwischen Erbach und Eberbach sogar nur noch ein Zwei-Stunden-Takt möglich ist. Veranstaltungen wie der Rheinland-Pfalz-Tag verdeutlichen, dass man bei der Bahn-Infrastruktur Reserven haben sollte, die zudem auch im Alltag positive Effekte für die Pünktlichkeit haben.
