Wirtschaft Profis und Privatanleger zögerlich

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Krieg oder Frieden, Auf oder Ab? Die Unsicherheit hat die Finanzmärkte wieder einmal voll im Griff. Selbst bei den Profis am Aktienmarkt ist inzwischen die Einschätzung über den weiteren Verlauf deutlich verhaltener geworden. Und Privatanleger sind vor allem aufgrund politischer Entwicklungen vorsichtiger geworden. „Die Verkäufe haben die Käufe im vergangenen Monat überwogen. Es hat aber kein Ausverkauf stattgefunden, vielmehr sind die Anleger zögerlich geworden“, stellt die Commerzbank-Tochter Comdirect fest. Dabei spricht eigentlich gar nichts dagegen, dass es zumindest mit den Kursen an der Börse weiter nach oben gehen könnte. Zwar haben sich durch den Handelsstreit zwischen den USA und dem Rest der Welt die konjunkturellen Aussichten auch in Europa etwas eingetrübt. Auf der anderen Seite aber sind auch die jüngsten Beschlüsse der Europäischen Zentralbank, die Anleihekäufe zum Jahresende auslaufen zu lassen, oder auch die Zinserhöhungen durch die US-Notenbank noch kein Grund für Anleger, jetzt schon in andere Anlageformen zu wechseln. Weil die Inflationsrate in den USA noch immer über dem Leitzins liegt, kann man auch auf der anderen Seite des Atlantiks von einer Negativzinsphase sprechen. Geld bleibt günstig und die Geldversorgung im historischen Vergleich üppig. All das würde für steigende Aktienkurse sprechen. Aber die politischen Unsicherheiten, bis hin zur Regierungskrise in Deutschland, sorgen für Verwirrung. Es könne weitere Kursrückschläge geben, warnen einige Analysten. Wobei man dabei aus deutscher Sicht berücksichtigen muss, dass der Dax derzeit wieder mit über 13.000 Punkten auf einem hohen Niveau liegt. Diese Marke könnte aber auch schnell wieder kippen – einen deutlichen Abstieg erwartet aber niemand. In dieser Woche werden die Profis am Donnerstag auf die britische Notenbank schauen, Entscheidungen werden aber nicht erwartet. Bei den Einzelwerten könnte die Deutsche Bank für Gesprächsstoff sorgen, denn die US-Notenbank Fed wird am Donnerstag die ersten Ergebnisse eines neuen Stresstests veröffentlichen, bei dem die amerikanische Tochter des deutschen Geldhauses mit auf dem Prüfstand steht. Am Ölmarkt behalten Investoren das Opec-Treffen in Wien Ende der Woche im Blick. Spekulationen auf eine Lockerung der gemeinsamen Förderbremse der Opec- und Nicht-Opec-Länder hatten den Ölpreis in den vergangenen Wochen gedrückt. NILS ERKLÄRT

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