Wirtschaft Meldungsmarkt: Opec tritt länger auf die Förderbremse

Die Mitglieder der Opec haben sich gestern auf eine Verlängerung der Förderkürzungen für neun Monate verständigt. Das teilten Delegierte am Rande der Sitzung der Organisation Erdöl exportierender Länder in Wien mit. Voraussichtlich werden auch andere Ölförderstaaten wie Russland bis März 2018 täglich 1,8 Millionen Barrel (je 159 Liter) weniger Öl pumpen als im vergangenen Jahr. Das entspricht 2 Prozent der weltweiten Produktion. An den Märkten reagierten Anleger jedoch enttäuscht, da einige mit einer einjährigen Verlängerung gerechnet hatten. Somit gaben die Erdöl-Preise nach, behaupteten sich aber über der psychologisch wichtigen 50-Dollar-Marke pro Barrel. Nach einem starken Jahresauftakt wächst der Optimismus bei der deutschen Baubranche. Die Erlöse bei Betrieben mit mindestens 20 Beschäftigten stieg im ersten Quartal binnen Jahresfrist nominal um fast 12 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro, wie der Branchenverband der Bauindustrie (HDB) mitteilte. „Dies war der höchste Umsatzwert im ersten Quartal seit 16 Jahren.“ Allein im März habe es ein überraschend hohes Plus von gut 18 Prozent gegeben. Der Verband signalisierte, die Prognose von 5 Prozent mehr Umsatz im Gesamtjahr 2017 zu erhöhen. Ein Anfang des Jahres festgenommener Volkswagen-Manager, den die USA im Abgas-Skandal angeklagt haben, muss in Haft bleiben. Das zuständige Berufungsgericht bestätigte jetzt die Abweisung eines Kautionsantrags, die von den Anwälten des langjährigen VW-Mitarbeiters angefochten worden war. An der Entscheidung, den Mann wegen Fluchtgefahr nicht auf freien Fuß zu setzen, gebe es nichts auszusetzen, befand das Gericht. Die US-Justiz beschuldigt den Deutschen, der bei VW bis März 2015 in leitender Funktion mit Umweltfragen in den USA betraut war, Teil einer Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen US-Umweltgesetze gewesen zu sein. Sein Prozess wird voraussichtlich erst im Januar kommenden Jahres beginnen. Ihm droht eine lange Haftstrafe. Als Kaution waren 1,6 Millionen Dollar (1,4 Mio Euro) angeboten worden.