Neue Autos RHEINPFALZ Plus Artikel Mazda CX-60: Feines Fahrwerk

 Macht seine Sache gut: der Mazda CX-60.
Macht seine Sache gut: der Mazda CX-60.

Längenmäßig liegt der auf 4,75 Meter gestreckte CX-60 zwischen seinem um 20 Zentimeter kürzeren Bruder CX-5 und dem fünf Meter langen CX-80.

Er spielt nicht die Hauptrolle im SUV-Fächer des Leverkusener Importeurs. Diese Position nimmt der erfolgreichere CX-5 ein – und doch setzen die hauseigenen Volumenjäger große Stücke auf ihn, sie sehen sein Potenzial hierzulande mit rund 6000 verkauften Modellen im vergangenen Jahr noch nicht ausgereizt – der CX-5 konnte fast doppelt so häufig in Kundenhand gebracht werden.

Diesel oder Plug-in-Hybrid?

Der CX-60 kann mit einem für diese Klasse ebenso interessanten wie ungewöhnlichen Dieselantrieb glänzen. Es gibt nämlich gerade mal noch eine Handvoll Hersteller mit Modellen à la Alfa Stelvio, Audi Q5, BMW X3, Genesis GV70 oder Mercedes GLC, die einen Selbstzünder anbieten – und mehrheitlich eine Schippe im Preis drauflegen.

Im Mazda CX-60 arbeitet ein noch recht neuer, mild hybridisierter 3,3-Liter-Reihensechszylinderdiesel mit 200 PS/147 kW oder 254 PS/187 kW unter der Motorhaube, Ersterer mit Heck-, Letzterer mit Allradantrieb. Als Alternative steht der Plug-in-Hybridler (PHEV) zur Wahl, also mit kombiniertem Benzin-Elektro-Antrieb zum Einstöpseln in die Steckdose. Hierbei kommt eine bärenstarke Verbindung zum Zug – nämlich ein 2,5-Liter-Benziner mit 191 PS/141 kW und ein 175 PS/129 kW-Elektromotor samt 355-Volt-Batterie mit einer Kapazität von 17,8 kWh. Es ergibt sich eine Gesamtleistung von 327 PS/241 kW. Das Ganze ist stets mit Allradantrieb garniert, sodass sich der CX-60 sowohl als Zugfahrzeug eignet, als auch bei schwierigen Straßenverhältnissen im Rahmen der physikalischen Grenzen ein Sicherheitsplus einsetzen kann. Die Kraftübertragung geschieht bei beiden CX-60-Antrieben mittels Achtstufen-Automatik; beide können 2,5 Tonnen an den Haken nehmen.

Umfassende Fahrwerksverfeinerung

Die Ingenieure haben das Fahrwerk für mehr Fahrstabilität und Abrollkomfort intensiv unter die Lupe genommen. Neben Veränderungen an der Vorderradaufhängung gibt es nun hinten weichere Federn und straffere Stoßdämpfer. Dies führt zu weniger Nickbewegungen, was wir auf ersten Testfahrten vor allem bei längeren Bodenwellen nachvollziehen konnten.

Qual der Wahl

Vom Fahrerlebnis her ist es schwer zu sagen, welchem Antrieb man den Vorzug geben sollte. Im letzten Jahr haben 57 Prozent der CX-60-Kunden zum Diesel gegriffen, und zwar die überwiegende Mehrheit zum stärkeren der beiden. In jedem Fall spürt man, dass der Wagen mit seinem Leergewicht von rund zwei Tonnen ein schwerer Geselle ist. Wer häufiger längere Strecken zu absolvieren hat, wird mit dem Diesel der selteneren Tankstopps wegen auf der bequemeren Seite sein. Denn fünf Liter WLTP-Normverbrauch sind schon ein Wort. Demgegenüber stehen gut 60 Kilometer elektrische Reichweite beim PHEV-Modell, was nicht unbedingt den neuesten Stand der Plug-in-Möglichkeiten darstellt.

Draufgesattelte Ausstattungen

Die Karten der Ausstattungen wurden vornehmlich in den höheren Linien neu gemischt; ab sofort gesellen sich Homura Plus und Takumi Plus mit Besonderheiten wie Nappaleder und zeitgeistigen Vinyl-Bezügen entlang der Armaturentafel sowie Dekoreinlagen an der Mittelkonsole und den Türen hinzu. Obendrein vervollständigt eine schicke weitere Metallic-Außenlackierung namens Zircon Sand die Farbpalette.

Preise

Der Mazda CX-60 steht ab 48.890 Euro in der PHEV-Ausführung beim Händler – stets mit Allradantrieb. Für die heckgetriebene Diesel-Version werden mindestens 50.850 Euro fällig. Antrieb auf alle viere ist hier nur ab der nächsthöheren Ausstattung wählbar – damit kostet der Diesel-Allradler ab 55.850 Euro.

Autogramm

Mazda CX-60 e-Skyactiv PHEV AWD
Typ: SUV; Preis: 48.890 Euro; Länge: 4,75 Meter; Breite: 1,89 Meter; Höhe: 1,68 Meter; Radstand: 2,87 Meter; Leergewicht: 2059 Kilogramm; Zuladung: 608 Kilogramm; Tankinhalt: 50 Liter; Kofferraum: 570 Liter; Sitze: fünf; Motor: Otto-Vierzylinder; Hubraum: 2488 Kubikzentimeter; Leistung: 191 PS/141 kW; E-Motor: 175 PS/129 kW; System-Drehmoment: 550 Newtonmeter; System-Leistung: 327 PS/241 kW; Getriebe: Achtstufen-Automatik; E-Reichweite: 64 km; Spitze: 200 km/h; 0 auf 100 km/h: 5,8 Sekunden; Normverbrauch/100 km: 1,4 Liter Super + 23,1 kWh; CO2-Ausstoß: 33 Gramm/km; Benzin-Verbrauch bei leerer Batterie: 7,8 Liter Super.

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