Wirtschaft RHEINPFALZ Plus Artikel Mannheimer Phoenix baut Beschäftigung auf

Im Pharmagroßhandel ist Phoenix mit 163 Verteilzentren in 27 europäischen Ländern aktiv und beliefert Apotheken und medizinische
Im Pharmagroßhandel ist Phoenix mit 163 Verteilzentren in 27 europäischen Ländern aktiv und beliefert Apotheken und medizinische Einrichtungen mit Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten.

Europas größter Apothekenbetreiber und Pharmahändler baut an seinem Sitz in Mannheim Personal auf. Und Phoenix Pharma lässt sich von Corona nicht aus der Erfolgsspur bringen.

Er blicke positiv auf das laufende Geschäftsjahr 2020/21 (31. Januar) sagte am Montag der Vorstandsvorsitzende der Phoenix Pharma, Sven Seidel. Das können derzeit nicht viele Konzernchefs sagen. Entsprechend fällt auch Seidels Prognose aus: moderates Umsatzwachstum und ein Ergebnis vor Steuern über dem Wert des Vorjahres. Während anderen Branchen die Nachfrage wegbricht und die Folgen der Pandemie sogar Traditionskonzerne wie etwa Lufthansa in ihrer Existenz bedrohen, hält auf den europäischen Arzneimittelmärkten die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen unvermindert an. Das Unternehmen stelle jederzeit auch unter schwierigen Bedingungen sicher, dass Millionen Menschen in Europa zuverlässig und schnell ihre Medikamente bekämen, sagte Seidel über die Rolle von Phoenix als Gesundheitsversorger in der Corona-Krise.

Größter Apotheken-Betreiber Europas

Der Mannheimer Konzern betreibt mehr als 2700 eigene Apotheken in 15 europäischen Ländern und beliefert aus 161 Verteilzentren Apotheken in 27 Ländern Europas. Phoenix steht sowohl als Apotheken-Betreiber wie auch als Pharmagroßhändler in Europa an der Spitzenposition. Die Expansion und der Geschäftserfolg des Unternehmens schlagen auch auf die Beschäftigung durch. Die Anzahl der Mitarbeiter am Stammsitz Mannheim erhöhte sich im vergangenen Geschäftsjahr 2019/20 um rund 30 auf 820, in Deutschland um rund 100 auf 4400 und europaweit um fast 9400 auf 39.000.

2019/20 kletterte der Umsatz um 5,9 Prozent auf 27,3 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (Ebitda) ging wegen Abwertungen auf Geschäfts- und Firmenwerten leicht auf 470 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis vor Steuern, das im laufenden Jahr übertroffen werden soll, erreichte 109 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2018/19 stand hier noch ein Verlust von über 30 Millionen Euro zu Buche. Ursache dafür waren Abwertungen auf Geschäfts- und Firmenwerte unter anderem in Großbritannien wegen des Brexit.

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