Wirtschaft Kommentar: Bangemachen gilt nicht

Die Risiken für das
exportorientierte Deutschland
steigen. Doch die Auftriebskräfte
der Weltwirtschaft bleiben stark.
US-Präsident Donald Trump treibt seine Handelskonflikte voran, ohne Rücksicht auf Verluste – gerade auch in den USA. Großbritannien tritt Ende März 2019 aus der EU aus, vielleicht ohne Übergangsphase und Freihandelsabkommen und ebenfalls ohne Rücksicht auf Verluste. Gerade in der britischen Wirtschaft richtet die „stupid isolation“ Schaden an. Die Koalition in Berlin kriselt wegen der Flüchtlingspolitik. Die deutsche Autoindustrie versinkt im Sumpf der Dieselabgas-Betrügereien. Und Deutschland verliert auch noch sein Auftaktspiel in der Fußball-WM. Deutsche Tore sollten das Geschäft beflügeln, hieß es. Bisher sind sie ausgeblieben. Die Risiken für das exportorientierte Deutschland steigen. Das gilt in besonderem Maß für die Pfalz, die mit ihrer hohen industriellen Exportquote von 66 Prozent eine der ausfuhrstärksten Regionen ist. Glücklicherweise ist Deutschland stark mit der Weltwirtschaft vernetzt. Und deren Auftriebskräfte sind ungeachtet all der politischen Attacken sowie der hausgemachten Krisen – von deutschen Automanagern – so stark, dass der nachlassende Schwung als Normalisierung des Wachstumstempos zu sehen ist. Die Rezession ist weit entfernt. Und wenn Finanzanalysten jetzt mit Blick auf die Fußballwelt sagen, zwischen der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank EZB werde es in diesem Jahr 4:0 ausgehen, dann ist die Anzahl der voraussichtlichen Leitzinserhöhungen gemeint. Steigende US-Zinsen treiben tendenziell den Dollarkurs und schwächen den Euro. Das wiederum wäre gut für die deutsche – und pfälzische – Exportwirtschaft.