Wirtschaft Kommentar: Anderer Zug angebracht

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Wenn die Bahn Nachfolger für Intercity-Garnituren bestellt, sollte sie

in puncto Zuggastronomie mehr bieten als heute in den IC-2-Einheiten.

Die Deutsche Bahn (DB) braucht in absehbarer Zeit Ersatz für ihre heutigen Intercity-Garnituren. Die stärksten IC-Linien, insbesondere die von Stuttgart über Mannheim, Mainz und Köln nach Hamburg werden wohl, sobald es die Auslieferung neuer ICE-4-Einheiten erlaubt, zum ICE hochgestuft. Für schwächere Linien, die früher oft als Interregio firmierten, ist die nun als IC 2 bezeichnete Doppelstockeinheit vorgesehen. An diesen Garnituren ist lobenswert, dass die DB sich überhaupt mit einem gewissen Erfolg bemüht hat, ein kostengünstiges Fernverkehrsfahrzeug zu entwickeln, das es erlaubt, Fernzüge künftig auch auf schwächer frequentierten Linien anzubieten und damit einen Teil des Interregio-Netzes wieder aufleben zu lassen. Dafür werden allerdings Komfortdefizite in Kauf genommen. Spürbar sind die besonders bei der Zuggastronomie, die weit unter dem früheren Interregio-Niveau liegt und vor allem dann unbefriedigend ist, wenn man in den Zügen längere Strecken zurücklegt. Wenn die DB nun die Beschaffung von Wagen für Züge in Angriff nimmt, für die weder der IC 2 noch der ICE 4 geeignet ist, sollte sie speziell bei der Zuggastronomie darauf achten, dass zumindest wieder das frühere Interregio-Niveau erreicht wird. Die Interregio-Bistrowagen, die heute in IC-Zügen laufen, sind durchaus attraktiv – jedenfalls dann, wenn bei ihnen die Technik funktioniert. Ein gutes Zuggastronomie-Angebot ist gerade bei Zügen wichtig, die über lange Strecken zu touristischen Zielen wie Oberstdorf oder Westerland auf Sylt fahren.

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