Wirtschaft Indischer IT-Riese will 10 000 US-Bürger einstellen

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San Francisco/Mumbai. Der indische IT-Konzern Infosys reagiert auf die „America first“-Politik von US-Präsident Donald Trump und verspricht Masseneinstellungen in den Vereinigten Staaten.

Das Management will in den kommenden zwei Jahren 10.000 US-Bürger als Beschäftigte anheuern. Geplant seien vier Technologie-Zentren in den USA, teilte das Management gestern mit. Das erste soll im August im Bundesstaat Indiana an den Start gehen, aus dem Vize-Präsident Mike Pence stammt. Die US-Regierung wirft indischen IT-Firmen vor, amerikanische Arbeitnehmer durch Ausländer mit befristeten Visa zu ersetzen. Trump hatte zuletzt ein Dekret unterzeichnet, das die Erteilung der Visa für ausländische Fachkräfte erschweren soll. Es trägt die Überschrift „Kauft amerikanisch und stellt Amerikaner ein“. Infosys ist das erste indische IT-Unternehmen, das darauf mit konkreten Einstellungsplänen reagiert. Nach früheren Informationen will der Konzern 2017 deutlich weniger befristete US-Visa beantragen als im Jahr zuvor. Diese sind zu großen Teilen für Inder vorgesehen. Bereits im Vorfeld der US-Präsidentenwahl im November hatte Infosys angesichts der politischen Unabwägbarkeiten seine Umsatzprognose gesenkt. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 200.000 Mitarbeiter. Zuletzt hatte bereits der taiwanische Apple-Zulieferer Foxconn angekündigt, Arbeitsplätze in den USA schaffen zu wollen . Aus Furcht um ihre US-Absätze stellten auch Autobauer wie Toyota, Fiat-Chrysler, Honda und Daimler größere Investitionen in Aussicht. |rtr

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