Wirtschaft IG Metall: Die Marke Opel wird beschädigt

Kritisiert den französischen PSA-Konzern: Jörg Köhlinger Foto: IGM
Kritisiert den französischen PSA-Konzern: Jörg Köhlinger

Der Leiter des IG-Metall-Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger, wirft der Führung des französischen PSA-Konzerns um Carlos Tavares vor, die „Marke Opel“ zu beschädigen. PSA nehme offenbar billigend in Kauf, dass die nach der Übernahme durch PSA zunächst zuversichtliche Stimmung bei Opel „den Bach runtergeht“.

Bezirksleiter fordert klare Perspektiven für Opel-Standorte



Die Ankündigung von PSA-Chef Carlos Tavares von Anfang Mai, „ohne Vorbedingungen“ mit den Gewerkschaften über die Zukunftspläne für die deutschen Opel-Standorte Kaiserslautern, Rüsselsheim und Eisenach sprechen zu wollen, sei bislang ein „Muster ohne Wert“, sagte Köhlinger am Donnerstag im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Um der Verunsicherung bei den Beschäftigten zu begegnen, müsse PSA klar sagen, „welche Fahrzeuge und Produkte, welche Prozesse, welche Entwicklungsaufträge über welchen Zetraum an welchem Standort vorgesehen sind wie wie viel Beschäftigung damit abgesichert wird“. Dies würde für das Werk in Kaiserslautern bedeuten, „dass gesagt wird, welcher Motor, welche weiteren Komponenten dort produziert werden“, sagte Köhlinger.

Weggang zahlreicher Mitarbeiter bereitet Sorge



Köhlinger, in dessen Bezirk die drei deutschen Opel-Standorte liegen, zeigte sich darüber besorgt, dass angesichts der unklaren Zukunftsaussichten für Opel zahlreiche Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. So sieht das „Pace“-Programm von PSA für den Standort Kaiserslautern den Abbau von 200 Arbeitsplätzen vor. Nach Angaben des Betriebsrats wollen aber bereits fast 600 Mitarbeiter in Altersteilzeit oder Vorruhestand gehen.

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