Druckmaschinen
Heidelberg verkauft Softwarespezialisten Docufy
Der Verkauf ist Teil der Heidelberg-Strategie, sich auf profitable Kernfelder zu konzentrieren und Randgeschäfte sowie wenig rentable Bereiche zu verkaufen. Mit dem Verkauf könne Heidelberg „seine einzigartige Positionierung bei cloud- und datenbasierter Software“ weiter vorantreiben, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Docufy sei ein führender Anbieter von Information-Management-Software.
Unternehmen hebt Prognose an
„Wir legen unseren Schwerpunkt im Bereich Software in den Ausbau cloudbasierter Anwendungen und Plattformen für die Druckindustrie“, sagte Vorstandschef Rainer Hundsdörfer. Heidelberg erwartet durch diese Transaktion einen außerordentlichen Ertrag von mehr als 20 Millionen Euro.
Da Verkaufserträge im laufenden Geschäftsjahr 2021/22 (31. März) insgesamt höher ausfallen würden als zu Beginn des Jahres absehbar gewesen sei, hebt Heidelberg die Prognose beim operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) für das Gesamtjahr trotz gestiegener Materialkosten leicht an. Statt einer Ebitda-Marge von 6 bis 7 Prozent erwartet das Unternehmen nun eine Marge zwischen 7 und 7,5 Prozent.
Um das Ziel zu erreichen, ab 2023 dauerhaft 170 Millionen Euro einzusparen, streicht das Unternehmen auch weltweit 1900 Stellen. Der Abbau hat bereits begonnen. Ende Juni dieses Jahres beschäftigte Heidelberg weltweit 10.115 (Vorjahr: 11.103) Mitarbeiter darunter 4343 (4882) am Standort Wiesloch-Walldorf.