Wirtschaft Geschäftsklima: Stimmung trübt ein

«Berlin/München.»Der Handelskonflikt mit den USA trübt die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft weiter ein.
Der Geschäftsklima-Index des Münchner Ifo-Instituts fiel im Juli zum siebten Mal in acht Monaten. Das wichtigste Frühbarometer für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft sank aber nur minimal um 0,1 auf 101,7 Punkte und damit geringer als erwartet, wie die Forscher gestern zu ihrer Umfrage unter rund 9000 Managern mitteilten. Die Führungskräfte beurteilten ihre Geschäftslage besser als zuletzt, die Aussichten für die kommenden sechs Monate aber schlechter. „Die Unsicherheit hat merklich zugenommen“, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. Die Stimmung der Unternehmen fiel auf den tiefsten Stand seit März 2017. „Die deutsche Wirtschaft setzt ihre Expansion in verlangsamter Gangart fort“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Experten gehen davon aus, dass der Aufschwung in Deutschland seinen Höhepunkt hinter sich hat. Während sich die Stimmung bei den deutschen Dienstleistern verbesserte, trübte sie sich im Handel ein. „Im Bauhauptgewerbe hat der Geschäftsklima-Index ein Rekordhoch erreicht“, sagte Fuest.