Wirtschaft Firmen und Fakten: US-Kanzlei reicht Sammelklage gegen Deutsche Bank ein

Der Deutschen Bank droht neuer rechtlicher Ärger in den USA. In New York wurde im Namen von Investoren eine Klage eingereicht, die Schadenersatz für Kursverluste erreichen soll. Das teilte die zuständige Kanzlei Pomerantz LLP mit. Die Aktie war zeitweise auf Talfahrt gegangen, nachdem Ende Mai bekannt wurde, dass Finanzaufseher den US-Ableger des Geldhauses als Problemfall einstufen. Die Deutsche Bank teilte mit, sie halte die Klage für haltlos und werde sich energisch dagegen zur Wehr setzen. Die Kläger sind der Ansicht, das Management habe Investoren falsch und irreführend über die Lage der US-Geschäfte informiert. Das sei ein Verstoß gegen das Wertpapiergesetz, weshalb Schadenersatz für erlittene Kursverluste gezahlt werden müsse. Die Kanzlei versucht derzeit, Anleger für ihre potenzielle Sammelklage zu gewinnen. Das Verfahren muss aber erstmal vom zuständigen Gericht im südlichen Bezirk von Manhattan zugelassen werden. Forscher aus Deutschland und Tschechien hoffen auf einen Durchbruch auf dem Weg zu besseren Lithium-Ionen-Akkus etwa für Elektroautos. Ihnen gelang nach Angaben des Forschungszentrums Jülich von gestern die Herstellung eines neuen Materials für Elektroden, die Ladegeschwindigkeit und Speicherkapazität der weit verbreiteten Batterien steigern könnten. Es handelt sich um einen Verbundwerkstoff mit Nanoteilchen. Das sogenannte Nanokomposit enthält winzige Zinnoxidteilchen, die zusätzlich mit dem chemischem Element Antimon angereichert wurden. Elektroden aus diesem Material könnten beim Einbau in die Akkus deutlich mehr Energie speichern als die derzeit dafür verwendeten Kohlenstoffelektroden, teilte das nordrhein-westfälische Institut mit. Zugleich glichen sie die Nachteile reiner Zinnoxidelektroden aus, die ebenfalls leistungsfähig, aber nicht haltbar genug seien. Die Forscher hofften nun, dass der von ihnen entwickelte Werkstoff „den Weg zu Lithium-Ionen-Batterien mit einer deutlich erhöhten Energiedichte und sehr kurzer Ladezeit ebnet“. Die Elektroden seien auch einfach und günstig herzustellen.