Wirtschaft Firmen und Fakten: EU will Freihandelsabkommen mit Australien und Neuseeland

Die Europäische Union will mit Australien und Neuseeland Freihandelsabkommen abschließen. Die Wirtschaftsminister der EU-Staaten beschlossen gestern, die EU-Kommission mit entsprechenden Verhandlungen zu beauftragen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach von einem Beitrag für freie und offene Märkte und Welthandel. „Das zeigt, dass die Europäische Union ihre handelspolitischen Interessen erfolgreich vertritt“, sagte er. Der Auftrag für die Verhandlungen gilt auch als weiteres Zeichen dafür, dass US-Präsident Donald Trump die USA mit seinem handelspolitischen Kurs isoliert. Australien und Neuseeland hatten bislang vor allem auf die mit den USA und neun anderen Ländern geplante transpazifische Freihandelszone (TPP) gesetzt. US-Präsident Trump ließ das bereits ausgehandelte Projekt allerdings platzen. Das jährliche Handelsvolumen zwischen der EU und Australien belief sich zuletzt auf mehr als 47,7 Milliarden Euro, das mit Neuseeland auf 8,7 Milliarden Euro. Für Australien war die EU zuletzt der drittwichtigste Wirtschaftspartner, für Neuseeland sogar der zweitwichtigste. Die russische Sberbank trennt sich von ihrem größten ausländischen Tochterinstitut, der Denizbank in der Türkei. Für 14,6 Milliarden türkische Lira (2,7 Mrd Euro) übernimmt die Emirates NBD aus den Vereinigten Arabischen Emiraten die fünftgrößte türkische Bank. Das teilten Sberbank und Emirates NBD gestern mit. Die Denizbank besitzt auch Filialen in Mannheim, Karlsruhe und Frankfurt. Als Grund für den Verkauf nannte die Sberbank einen Strategiewechsel im internationalen Geschäft.