Wirtschaft Firmen und Fakten: Bauhauptgewerbe setzt im Februar weniger um

Das Bauhauptgewerbe in Deutschland hat trotz Baubooms einen leichten Rückschlag erlitten. Im Februar sank der Umsatz der Branche gemessen am Vorjahresmonat um 0,5 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt gestern in Wiesbaden mit. Während der Tiefbau 5,1 Prozent mehr umsetzte, fiel der Erlös im Hochbau um 1,2 Prozent. Allerdings war das Umsatzniveau im Februar 2016 sehr hoch gewesen. Die Anzahl der Beschäftigten in der Branche stieg im Berichtsmonat im Jahresvergleich nach vorläufigen Daten um 2,6 Prozent. Im Bauhauptgewerbe – dem Bau von Gebäuden, Straßen, Leitungen und Bahnstrecken – sind auch viele kleine Betriebe wie Dachdecker und Zimmereien tätig. Die Berechnungen umfassen überwiegend Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten. Wegen massenhaft defekter Airbags ist der japanische Autozulieferer Takata in die Schlagzeilen geraten. Weltweit stehen mindestens 16 Todesfälle damit in Verbindung. Mehr als 100 Millionen der Teile wurden zurückgerufen. Nun hat Takata den dritten Jahresverlust in Folge eingefahren. Im Geschäftsjahr 2016/17 (31. März) stand ein Minus von rund 640 Millionen Euro zu Buche. Das teilte der Konzern gestern mit. Damit fiel der Fehlbetrag sechs Mal so hoch aus wie im Jahr zuvor. Der amerikanische Autoteileproduzent Key Safety Systems (KSS) und der Beteiligungsfonds Bain Capital versuchen derzeit, mit Takata und seinen Kunden ein 1,6 Milliarden Euro schweres Rettungspaket zu schnüren. Takata hatte sich im Airbag-Skandal schuldig bekannt und muss 1 Milliarde Dollar (920 Mio Euro) Strafe zahlen. Toyota erwartet schwierige Zeiten. Der weltweit zweitgrößte Auto-Hersteller nach VW rechnet im laufenden Geschäftsjahr 2017/18 (31. März) mit einem Rückgang beim operativen Gewinn von 20 Prozent auf umgerechnet 12,91 Milliarden Euro. Ein voraussichtlich stagnierender Absatz und höhere Vertriebsausgaben dürften das japanische Unternehmen bremsen, räumte das Management gestern ein. Für Toyota wäre es das zweite Jahr in Folge mit rückläufigem Gewinn. Konzernchef Akio Toyoda sagte, in der Sportwelt würde man von einer Niederlagenserie sprechen. „Und ich hasse es, zu verlieren.“