Wirtschaft Firmen und Fakten: Antideutsche Parolen schädigen Türkei-Tourismus

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Die wachsenden politischen Spannungen mit der Türkei drohen nach Einschätzung eines Tourismusexperten das Image des Landes als Urlaubsland zu beschädigen. „Wenn sich die zum Teil antieuropäische und antideutsche Haltung, die sich inzwischen immer mal wieder auch in Äußerungen von türkischen Regierungsmitgliedern zeigt, weiter manifestiert, wird das natürlich das Image der Türkei als Reiseziel für Deutsche weiter beschädigen“, sagte Tourismusforscher Torsten Kirstges der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Wochenende die Absagen für Wahlkampfauftritte türkischer Regierungsmitglieder in Deutschland als „Nazi-Praktiken“ bezeichnet. Bis Ende Januar lagen die Türkei-Buchungen für die wichtige Sommersaison nach Angaben der GfK-Konsumforscher in den Reisebüros 58 Prozent unter den schon schwachen Vorjahreszahlen. Nach Anschlägen und der Krise nach dem gescheiterten Militärputsch hatten viele Bundesbürger bereits 2016 das Urlaubsland gemieden. Die Deutsche Bahn und ihr spanischer Konkurrent Renfe sollen in Spanien eine millionenschwere Kartellstrafe zahlen. Die spanische Wettbewerbsbehörde CNMC verhängte laut einer Mitteilung eine Strafe von 10,5 Millionen Euro gegen die Deutsche Bahn (DB), Renfe soll 65 Millionen Euro zahlen. Nach Auffassung der Behörde hatten die Eisenbahnkonzerne illegale Absprachen im Frachtgeschäft getroffen. Die DB und Renfe hätten dafür gesorgt, dass ihre jeweiligen Tochterfirmen einander als „bevorzugte Kunden und Auftragsnehmer“ behandelt hätten, obwohl sie eigentlich in Konkurrenz zueinander stehen sollten, betonte die CNMC. Die DB wies die Vorwürfe „mit Nachdruck“ zurück. Es würden „mögliche Rechtsmittel“ gegen die Entscheidung der Kartellbehörde geprüft. Renfe kündigte bereits an, sich gerichtlich zu wehren. Die Vorwürfe der Behörde beträfen das Jahr 2008 – in der Zwischenzeit seien die kritisierten Praktiken abgestellt worden. Der Energieversorger EnBW baut zusammen mit Tank & Rast das Schnellladenetz für Elektroautos auf Autobahnraststätten aus. Bis Ende 2017 will EnBW an 119 Tank & Rast-Standorten unter anderem in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern Ladesäulen für E-Autos betreiben. In Baden-Württemberg hat der Versorger bereits an 34 Standorten solche „Tankstellen“ errichtet. Die Ladestationen haben zunächst 50 Kilowatt Ladeleistung, sollen aber auf 150 Kilowatt aufgerüstet werden können, wie EnBW und Tank & Rast mitteilten. Tank & Rast hat bereits an mehr als 100 seiner Raststätten E-Zapfsäulen. Bis Ende 2017 soll sich eine solche Strom-Tankstelle möglichst an allen rund 400 Autobahnraststätten des Unternehmens befinden. |dpa

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