DrogerieMarkt
DM bleibt auf Wachstumskurs
Schon lange sind bei DM Onlineshop, stationäres Geschäft sowie die Service- und Kommunikationskanäle miteinander verzahnt. Dieses Angebot, in dessen Ausbau der Branchenführer jedes Jahr viel Geld investiert, hat gerade in Zeiten der Corona-Pandemie einen großen Beitrag zum Wachstum geleistet. Für einen Schub habe die Möglichkeit der Expresslieferung in die Filiale gesorgt, sagte DM-Chef Christoph Werner. Am Stammsitz in Karlsruhe hat DM die Expresslieferung zum Kunden – mit Lastenfahrrad statt Diesel-Lkw – getestet. Bald sollen auch Kunden in Berlin und München die Möglichkeit dazu bekommen. Ob es darüber hinaus in weiteren Städten angeboten wird, sei derzeit offen, sagte Roman Melcher, Mitglied der DM-Geschäftsführung.
Mehr als 50 Prozent des Online-Umsatzes, den DM nicht separat ausweist, erziele das Unternehmen mittlerweile über die eigene App, über die es auch bald die Möglichkeit des Live-Shoppings geben soll. Dabei könnten Kunden direkt während einer Online-Verkaufspräsentation Waren via App ordern. 18,4 Millionen Online-Besucher zählt das Unternehmen mittlerweile pro Tag. Entsprechend stark gestiegen ist das Onlinebestellvolumen – auf täglich etwa 20.000 Pakete. Um diese Mengen künftig besser bewältigen zu können, soll im tschechischen Bor ein neues, größeres Online-Verteilzentrum gebaut werden, kündigte Christoph Werner an. Bislang habe DM dies nur geschafft, weil zusätzlich zum Verteilzentrum auch Mitarbeiter in Filialen Online-Bestellungen zusammengestellt und verpackt hätten.
Sehr positive Entwicklung in der Pfalz
Mit 3862 Märkten und 66.076 Mitarbeitern in 13 europäischen Ländern hat DM im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/21 erstmals mehr als 12 Milliarden Euro umgesetzt, ein Zuwachs von 6,5 Prozent. Im Hauptmarkt Deutschland erreichte DM mit 2069 Filialen und 42.663 Mitarbeitern mehr als 9 Milliarden Euro an Umsatz.
Seinen starken Expansionskurs will DM fortsetzen – auch europaweit. Nächstes Jahr sollen die ersten Märkte in Polen öffnen – es ist das 14. Land auf der DM-Landkarte. Vergangenes Jahr wurden in Deutschland 45 Märkte neu eröffnet, in den nächsten Monaten sollen 55 weitere folgen. In Rheinland-Pfalz betreibt DM aktuell 60 Märkte, elf mehr als im Vorjahr. Dort sind mehr als 1000 (740) Mitarbeiter beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich der Umsatz in der Pfalz sehr positiv entwickelt. Der Zuwachs habe 4 Prozent betragen, sagte DM-Gebietsverantwortlicher Robin Prinz.
In die Modernisierung, etwa die technische Ausstattung der Filialen und die Digitalisierung hat DM auch im abgelaufenen Geschäftsjahr viel Geld investiert: rund 110 Millionen Euro. Gesamtinvestitionen von 300 Millionen Euro hat Werner bis Ende September 2022 angekündigt.
Preis für Corona-Testangebote
Seit Jahren sammelt das Karlsruher Unternehmen viele Preise für sein Engagement, etwa auch im kulturellen und sozialen Bereich. So siegte DM beim Kundenmonitor in allen fünf Kategorien. Erneut zertifiziert wurden mehrere Bio-Produkte im Angebot und für das Angebot von Corona-Schnelltestzentren in mehreren Bundesländern gab ebenfalls einen Preis. In 523 solcher Zentren seien 1,9 Millionen Test durchgeführt worden. Dies sei ein wichtiger Beitrag zur Eindämmung der Pandemie gewesen, sagte Werner. Auch wenn die Infektionszahlen derzeit in die Höhe schnellen und Tests womöglich wieder für die Verbraucher kostenfrei seien, denke DM aktuell nicht darüber nach, das Angebot wieder aufzunehmen. Solche Tests dürften nicht in den Filialen durchgeführt werden. Und im Freien sei es Mitarbeitern angesichts der Kälte nicht zumutbar, viele Stunden in den Testzelten zu verbringen.
Noch stärker als bisher will sich DM für Klimaschutz und Nachhaltigkeit engagieren. So soll der Rezyklat-Anteil (darunter auch recyceltes CO2) bei Verpackungen deutlich erhöht werden, sagte Kerstin Erbe, Mitglied der DM-Geschäftsführung. Geplant sei auch, an weiteren 40 Märkten E-Ladestationen zu eröffnen. Für die von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Mitarbeiter habe DM einen Hilfsfonds aufgelegt. Zusammen mit einer Jahresabschlusszahlung haben die Beschäftigten auch in diesem Jahr eine Corona-Prämie erhalten. Insgesamt zahlte DM seinen Beschäftigten hierfür 27 Millionen Euro.