Frankfurter Börsen-Info
Die USA als Konjunkturmotor
Die Bilanzsaison nimmt Fahrt auf: Allein unter den Konzernen im Deutschen Aktienindex (Dax) öffnen diese Woche fünf ihre Bücher: Am Mittwoch die Deutsche Bank, Nivea-Hersteller Beiersdorf und der Kunststoffproduzent Covestro, am Donnerstag dann BASF und Lufthansa. In den USA legen neben anderen der Software-Riese Microsoft, die Google-Mutter Alphabet, der IPhone-Hersteller Apple und Facebook ihre Quartalsbilanzen vor. Auf besonderes Interesse dürfte auch die Bilanz des schwedisch-britischen Impfstoffherstellers Astrazeneca stoßen, der am Freitag über das erste Vierteljahr berichtet.
Hinzu kommen wichtige Daten zur Konjunktur. Am Donnerstag wird in den USA die erste amtliche Zahl zum Wirtschaftswachstum im ersten Quartal bekanntgegeben. Nach Einschätzung vieler Volkswirte dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wieder zum Vorkrisenniveau zurückgekehrt sein – nicht zuletzt wegen der milliardenschweren Konjunkturpakete, die im Dezember und im März auf den Weg gebracht wurden.
Weniger rosig dürften die BIP-Zahlen für Deutschland und die Eurozone ausfallen, die am Freitag veröffentlicht werden. Die Ökonomen der Dekabank gehen davon aus, dass die Wirtschaftsleistung hierzulande im Vergleich zum Schlussquartal 2020 um 1 Prozent geschrumpft ist. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat vor diesem Hintergrund bereits deutlich gemacht, dass sie die Konjunktur weiterhin mit großzügigen Geldspritzen päppeln wird.
In den USA wird in den Medien bereits heftig darüber diskutiert, ob das billige Geld der dortigen Notenbank angesichts der guten Wirtschaftslage überhaupt noch benötigt wird. Trotzdem werden Fed-Chef Jerome Powell und seine Kollegen auf ihrer Sitzung am Mittwoch wohl noch keine Änderungen beschließen.