Unternehmen RHEINPFALZ Plus Artikel Container-Logistiker Contargo investiert in Wörth dreistelligen Millionenbetrag

Lkw-Verladung von Contargo am Hafen in Wörth.
Lkw-Verladung von Contargo am Hafen in Wörth.

Contargo, ein international tätiger Container-Logistik-Dienstleister mit Hauptsitz Duisburg, baut seinen Standort am Hafen im südpfälzischen Wörth kräftig aus.

Das bedeutet, dass mehr Schiffe, mehr Züge und mehr Lastwagen das Container-Terminal von Contargo in Wörth ansteuern werden. Das Unternehmen will das Terminal ganz neu auf- und dabei ausbauen.

„Mitte 2024 wollen wir anfangen“, sagt Andreas Roer, Geschäftsführer für den Contargo-Standort Wörth. Der 47-Jährige ist Nachfolger von Wolfgang Schlegel, der in Ruhestand gegangen ist. „Ende 2028 wollen wir fertig sein, die Kosten werden aktuell auf 150 Millionen Euro berechnet“, sagt Roer. Der erste Schritt des Standort-Umbaus wird der Neubau des Verwaltungsgebäudes sein. „Wir haben mittlerweile eine Fläche von 160.000 Quadratmetern. Davon sind aber nur 48.000 Quadratmeter unter Kran.“ Die Folge: viele Fahrten mit übergroßen Container-Staplern. Diese Fahrten sollen künftig entfallen. Das neue Terminal soll über acht Container-Kräne verfügen statt bisher zwei. Dafür wird dann nur noch ein Stapler gebraucht, der defekte Container zur Reparatur bringt.

Vier Schiffe können künftig anlegen

Direkt am Rhein-Ufer soll es künftig vier statt der bisherigen zwei Kräne geben, weil dann vier statt bisher zwei Schiffe gleichzeitig anlegen können. Die Kapazität der Container-Lagerplätze steigt von 8700 auf 14.000 TEU. Die Abkürzung steht für „Twenty Foot Equivalent Unit“ und meint einen 20-Fuß-Standardcontainer. Auf Lkw sind auf unseren Straßen meist 40-Fuß-Container zu sehen. Die Container haben eine Breite von 8 Fuß (2,4 Meter), eine Höhe von 8½ Fuß (2,6 Meter) und sind 20 Fuß (6 Meter) oder 40 Fuß (12 Meter) lang.

Die Verteilung der Container auf die Verkehrsträger soll sich in Wörth nach dem Ausbau Richtung Bahn verschieben. „Derzeit kommen 70 Prozent der Container mit dem Schiff an oder werden mit dem Schiff abtransportiert. Der Anteil der Bahn liegt zurzeit bei 30 Prozent“, sagt Roer. Bis 2045 sollen Schiff und Bahn gleichauf liegen, 50:50. Damit steigt die Anzahl der Züge, die das Contargo-Terminal ansteuern: „Wir haben aktuell 12 Züge in der Woche, später werden es 36 in der Woche sein“, sagt Roer. Eine Verdreifachung. Verdoppeln wird sich die Anzahl der Lastwagen, die die Container bringen oder holen: von durchschnittlich 500 auf 1000 am Tag.

Die Anzahl der Contargo-Mitarbeiter liegt in Wörth bei knapp 100. Und man will weiter Personal einstellen.

Hier lesen Sie einen weiteren, ausführlicheren Beitrag zu Contargo in Wörth.

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