Frankfurter Börsen-Info RHEINPFALZ Plus Artikel China und die USA stehen im Blickpunkt

Anlger bleiben derzeit grundsätzlich positiv gestimmt.
Anlger bleiben derzeit grundsätzlich positiv gestimmt.

Wenn an den Aktienmärkten die Rekorde nur so purzeln, könnte man meinen, dass die Wirtschaftswelt mehr oder weniger in Ordnung ist. Tatsächlich jedoch ist das Bild viel differenzierter, denn in den aktuellen Rekordkursen steckt vor allem viel Hoffnung. Dabei geht es vor allem um die Annahme, dass nach der Überwindung der Corona-Pandemie die Welt wirklich wieder in Ordnung sein wird, dass zumindest in den meisten Branchen die Rückkehr zu alten Wachstumspfaden gelingen wird.

Aufschwung in China vorbei

Einen Hinweis darauf, inwieweit diese Hoffnungen berechtigt sind, könnten in dieser Woche die Zahlen zur Industrieproduktion in China geben. Dort ist der Nach-Pandemie-Aufschwung schon wieder vorbei, meint etwa der Chefvolkswirt der Dekabank, Ulrich Kater. Die Zuwächse haben sich normalisiert und daher werden die Experten vor allem auf Schwächeanzeichen der chinesischen Volkswirtschaft achten.

Kater weist auch darauf hin, dass die staatlichen Transferleistungen in den USA langsam auslaufen – die Einzelhandelsumsätze für Juli können daher nicht als Maßstab dafür reichen, wie es mit der größten Volkswirtschaft der Welt weitergeht. Das Konsumklima der amerikanischen Verbraucher hat sich für den August bereits eingetrübt – entsprechend verpuffte der Schwung an der New Yorker Wall Street am Freitagnachmittag nach dem Erreichen des nächsten Rekordes.

Keine Anzeichen für große Sprünge

Ähnlich dürfte das Börsengeschehen auch in Europa verlaufen – grundsätzlich bleiben die Anleger positiv gestimmt, für große Sprünge aber gibt es derzeit keine Anzeichen. Die Commerzbank-Analysten erwarten daher eine „moderate Seitwärtsbewegung“ des deutschen Leitindex Dax in den kommenden Monaten.

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