BASF RHEINPFALZ Plus Artikel Chemieriese führt 3G-Regeln in zwei Phasen ein

Im Impfzentrum der BASF starten ab Dezember die Booster-Impfungen für die Mitarbeitenden.
Im Impfzentrum der BASF starten ab Dezember die Booster-Impfungen für die Mitarbeitenden.

Die Chemie-Arbeitgeber sind bei der schnellen Einführung von 3G-Kontrollen am Arbeitsplatz skeptisch. Das Beispiel der BASF belegt dies.

„Binnen weniger Tage sind Kontrollen im großen Stil, etwa für Schichtarbeiter in der Produktion, nur schwer umsetzbar“, sagte Kai Beckmann, Präsident des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC), am Montag. Deswegen werde die BASF die neuen 3G-Regeln in zwei Phasen umsetzen, sagte eine Sprecherin gestern auf Anfrage: „In einer Übergangsphase, die am 24. November beginnt und bis Anfang Dezember geht, werden Kollegen der Standortsicherheit die Prüfung von Impf-, Genesenen- und Test-Nachweisen, die die Mitarbeitenden mitführen müssen, stichprobenartig an den Werkstoren durchführen.“ Konkret geschehe das bei Impfnachweisen etwa durch das Scannen der CovPass-App. Ergänzend würden die Führungskräfte vor Ort Stichproben machen. In der Übergangsphase werde es in Einzelfällen auch möglich sein, vor dem Werkszutritt einen beobachteten Selbsttest zu machen, der von der Standortsicherheit zur Verfügung gestellt werde.

Zweite Phase soll „ab etwa Anfang Dezember“ starten

Parallel dazu bereite das Unternehmen in Absprache mit den Behörden und der Arbeitnehmervertretung die zweite Phase der Umsetzung vor, die „ab etwa Anfang Dezember“ starten soll. Es werde ein digitaler Prozess für Mitarbeitende angestrebt, der den Nachweis des 3G-Status und damit den Zugang zum Werk über den Werksausweis regele. Die Sprecherin: „Am aufwendigsten wird der Prozess für ungeimpfte Personen sein, die täglich ihren Testnachweis erbringen müssen.“ Gegenwärtig liefen die Vorbereitungen hierfür. Details könnten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden.

Die BASF geht für ihre Belegschaft von einer Impfquote von mindestens 80 Prozent aus – inklusive derjenigen Mitarbeiter, die sich anderswo als im eigenen Impfzentrum haben impfen lassen. Ab Dezember sollen dort Booster-Impfungen für die Mitarbeitenden am Standort Ludwigshafen angeboten werden. Da die im Sommer ausgelaufene Regelung zur Homeoffice-Pflicht im Infektionsschutzgesetz wieder eingeführt wurde, kehrt die BASF dort ab Mittwoch zum Grundprinzip Homeoffice zurück.

Maßnahmen am Standort Ludwigshafen, die weiter Bestand haben:

das konsequente Einhalten von Hygiene- und Abstandsregeln

das Tragen einer Maske, wenn Mitarbeitende aufeinandertreffen und die Mindestabstände nicht eingehalten werden können

betriebliche Schutzkonzepte, die auf die spezifischen Bedingungen in unserer Produktion zugeschnitten sind

Begrenzung der Teilnehmerzahlen bei Besprechungen und Veranstaltungen

das Angebot von zwei Selbsttests pro Woche und Mitarbeitendem

Einbindung und Ausweitung der Schutzkonzepte auf Kontraktoren und Leasingpersonal
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