Haushaltsgeräte RHEINPFALZ Plus Artikel BSH will Waschmaschinen bald zur Miete anbieten

In der Pandemie boomt die Nachfrage nach Haushaltsgeräten.
In der Pandemie boomt die Nachfrage nach Haushaltsgeräten.

Übernachfrage sorgt aktuell bei der Bosch-Hausgerätetochter BSH für Lieferengpässe vor allem bei Öfen und Geschirrspülern. Das kostet nicht nur Marktanteile.

Eigentlich könnte Carla Kriwet rundum zufrieden sein. „Die Küche wurde zum zentralen Wohlfühlort“, stellte die neue Chefin des europaweit größten Hausgeräteherstellers BSH am Dienstag in München klar. In der Corona-Pandemie kochten deutlich mehr Menschen zu Hause. Der Boom bei Haushaltsgeräten hat aber auch eine Schattenseite. „Unsere Kapazitäten sind fast überall überausgelastet“, sagte BSH-Produktionschefin Silke Maurer. Dazu kämen Probleme bei Zulieferern und im Transport. „Wir haben vor allem bei Herden und Geschirrspülern Engpässe“, beschreibt Maurer.

Personal aufgestockt

In Europa hätten die Engpässe 2020 etwas Marktanteil gekostet, räumte BSH-Marketingchef Matthias Ginthum ein. Vor allem in der Produktion wurde deshalb das Personal 2020 um rund 2000 auf global 60.000 Stellen aufgebaut. Ein Viertel davon entfiel auf deutsche Werke.

Dennoch brachte das abgelaufene Corona-Jahr mit fast 14 Milliarden Euro einen Rekordumsatz. Währungsbereinigt betrug das Plus gut 8 Prozent. Etwa die Hälfte davon sei der Pandemie zu verdanken, stellte BSH-Finanzchef Gerhard Dambach fest. Zum Ergebnis nannte BSH keine konkreten Zahlen, operativ habe man aber so viel verdient wie nie zuvor.

Zu BSH – früher Bosch-Siemens Hausgeräte – gehören unter anderem die Marken Siemens, Bosch, Neff und Gaggenau. In Deutschland will der Konzern noch im laufenden Jahr Geräte wie Waschmaschinen auch zur Miete anbieten.

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