Wirtschaft BASF und VW widersprechen US-Botschafter Grenell

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«Berlin». Der US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, hat mit Äußerungen über angebliche Rückzüge der BASF und von VW aus Iran für Irritationen gesorgt.

Grenell hatte am Dienstag auf Twitter verkündet, die BASF werde sich an die Sanktionen halten, die die USA im Mai gegen Iran verhängt hatten. Die BASF teilte dazu mit, sie werde „weiterhin Geschäft im Iran betreiben und sich dabei strikt an alle gesetzlichen Vorschriften und Regelungen halten“. Das bestätigte ein Sprecher gestern auf Anfrage. Die Formulierung hatte der Konzern im Iran-Kontext schon Monate zuvor fast wortgleich verwendet. Die BASF ist seit 1959 in Iran vertreten. Der Umsatz dort betrug 2017 rund 80 Millionen Euro. Etwa die Hälfte entfällt auf die von Sanktionen betroffenen Sparten Automobil, Energie und Erdölverarbeitung. Anfang August hatte der Chemieriese dem Branchendienst Energate auf Anfrage mitgeteilt, seine Tochter Wintershall verfolge entgegen früherer Planungen keine Projekte mehr zur Förderung von Erdöl und -gas in Iran. Ein mit dem iranischen Staatskonzern vereinbartes Memorandum laufe aus und werde nicht verlängert. Gestern wies der Autobauer VW die Darstellung Grenells zurück, der Konzern habe sich auf Druck der USA aus Iran zurückgezogen. Ein Sprecher sagte, an der Position der vergangenen Monate habe sich nichts geändert.

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