Wirtschaft BASF spürt Mangel an Azubi-Bewerbern

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«Ludwigshafen». Der Chemiekonzern BASF, der den seit 2008 laufenden Aufbau von Jobs im Ludwigshafener Stammwerk 2015 gestoppt und seither wieder Stellen abgebaut hat, wird die Beschäftigung weiter nach unten fahren. Der leichte Rückgang werde sich fortsetzen, sagte BASF-Chef Kurt Bock gestern auf der Halbjahres-Pressekonferenz 2017 (Bericht auch auf Seite 1).

Auch die BASF habe zunehmend Schwierigkeiten, ausreichend geeignete Kandidaten für Ausbildungsplätze und selbst für die vorbereitende Qualifizierung zu finden, so Bock. In den nächsten Jahren werden voraussichtlich mehr Mitarbeiter in den Ruhestand gehen als junge Kräfte nachrücken. Mitte 2017 zählte die Konzern-Muttergesellschaft BASF SE, die weitgehend mit dem Stammwerk identisch ist, 34.519 Beschäftigte, 1045 weniger als ein Jahr zuvor. Davon entfallen 650 Stellen auf die Ausgliederung der Pigmentsparte in die im Juli 2016 neu gegründete BASF Colors & Effects GmbH. Ohne diesen Vorgang wurden im Stammwerk in den vergangenen zwölf Monaten 395 Jobs gestrichen oder verlagert. Die 650 Arbeitsplätze der ehemaligen Pigmentsparte werden seit Mitte 2016 nur noch dem BASF-Standort Ludwigshafen zugerechnet, dem das Unternehmen neben dem Stammwerk weitere Gruppengesellschaften in der Region zuordnet, seit April 2017 zum Beispiel auch die BASF Gastronomie GmbH. Am Standort beschäftigt das Unternehmen jetzt 38.803 Mitarbeiter. Das sind 63 weniger als Mitte 2016. Frei werdende Stellen werden bei der BASF teilweise nicht neu besetzt. Zudem wurden im Zusammenhang mit dem verschärften Sparkurs auch Aufgaben etwa in den Bereichen Verwaltung, Logistik, Gastronomie und Rechenzentrum ausgegliedert. Das ausgegliederte Pigmentgeschäft laufe gut, sagte Bock. Es gebe keine Pläne für eine Trennung von der Sparte. Mitarbeiter hatten das befürchtet. Vor der Ausgliederung arbeiteten weltweit 2500 Mitarbeiter in der Sparte, knapp 800 davon in Ludwigshafen. Pigmente sind farbgebende Substanzen, die die BASF an Kunden in der Farben-, Lack-, Druck-, Verpackungs- und in der Kunststoffindustrie liefert. Gestiegene Verkaufspreise und Absatzmengen führten im ersten Halbjahr 2017 zu einem Anstieg des BASF-Umsatzes um 15 Prozent auf 33,1 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit) vor Sondereinflüssen stieg um 30 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Und der Gewinn nach Steuern legte um 29 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zu. Vor diesem Hintergrund ist Bock zuversichtlich für den weiteren Geschäftsverlauf in diesem Jahr. Kommentar/Aktienchart

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