Wirtschaft BASF-Explosion: Anklage noch nicht in Sicht

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«Ludwigshafen/Frankenthal.» Gut achteinhalb Monate nach dem schweren Explosionsunglück im Ludwigshafener BASF-Stammwerk mit vier Toten und 29 Verletzten ist nicht abzusehen, wann möglicherweise Anklage gegen den Beschuldigten erhoben wird.

Es gebe noch keinen Zeithorizont, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt in Frankenthal, Hubert Ströber, gestern der RHEINPFALZ. Die Ermittlungen liefen noch. Die Arbeit der Sachverständigen sei noch nicht abgeschlossen. Ein Schwerverletzter wird immer noch im Krankenhaus behandelt. Zu dem Explosionsunglück am 17. Oktober 2016 ist es nach bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Frankenthal gekommen, als im Ludwigshafener Nordhafen bei Wartungsarbeiten an einer geleerten und gespülten Pipeline eine benachbarte, mit brennbarem Raffinat gefüllte Röhre von einem Mitarbeiter einer Fremdfirma mit einer Trennscheibe angeschnitten wurde. Ermittelt wird ausschließlich gegen den Mitarbeiter der von der BASF beauftragten Rohrleitungsbau-Firma. Der habe bisher weder ausgesagt, noch Akteneinsicht nehmen können, sagte Ströber. Akteneinsicht wird in der Regel erst nach Abschluss der Ermittlungen gewährt. Der Landeshafen Nord wurde bei dem Explosionsunglück schwer beschädigt. Nachdem die Staatsanwaltschaft den Unglücksort freigegeben hatte, begann die BASF dort Anfang Februar mit den Aufräumarbeiten. 38 Röhren, die dort in einem Graben verlaufen, wurden auf einer Länge von 200 Metern demontiert. Ende April waren beim Wiederaufbau des Rohrgrabens die Fundamente gelegt. Danach startete der Verlegung der Pipelines. Der Wiederaufbau soll bis Ende September abgeschlossen sein. Über den Landeshafen Nord wurde die BASF bis zu dem Unglück mit flüssigen Chemikalien aus Tankschiffen versorgt. Danach wurden Ersatzlösungen eingerichtet, zum Beispiel über einen Hafen auf der dem Stammwerk gegenüberliegenden Friesenheimer Insel und einem unter dem Rhein verlaufenden Rohrleitungstunnel.

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