Wirtschaft Bahn: 23 neue Züge für Intercity-Verkehr
«Berlin.» Die Deutsche Bahn (DB) will neue Zuggarnituren für den Intercity-Verkehr bestellen. Dabei verwendet sie einen irreführenden Begriff. DB-Personenverkehrschef Berthold Huber kündigte gestern an, dass „23 neue Eurocity-Züge“ bestellt werden. Der Begriff „Eurocity“, der DB-intern für die neuen Fahrzeuge verwendet wird, ist in diesem Zusammenhang zwar nicht ganz falsch, trifft aber eigentlich nicht das Wesentliche. Entscheidend ist nämlich nicht, ob die Züge ins Ausland fahren, sondern dass es sich auch künftig um lokbespannte Garnituren handelt, die sich nicht durch ICE-Einheiten ersetzen lassen. Dies gilt sowohl für den heutigen Intercity (IC) von Berlin nach Amsterdam als auch für IC-Züge, deren Endbahnhof an einer nicht elektrifizierten Strecke liegt. Letzteres trifft vor allem auf die touristisch wichtigen Ziele Oberstdorf und Westerland zu, bei denen die DB einen relativ hohen Marktanteil hat. Für beide Strecken gibt es auf absehbare Zeit keine Elektrifizierungsperspektive. Deshalb ist hier auch in Zukunft der Einsatz von Dieselloks nötig.