Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Ausbildung: Alarmierende Zahlen

Fast 40 Prozent der angebotenen Ausbildungsplätze in Deutschland sind nicht besetzt, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und B
Fast 40 Prozent der angebotenen Ausbildungsplätze in Deutschland sind nicht besetzt, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit.

Weniger Ausbildungsverträge, viele offene Lehrstellen: Diese Entwicklung wird den Mangel an Fachkräften verschärfen.

Es kann nicht wirklich überraschen, dass die Corona-Pandemie gerade auf dem Ausbildungsmarkt tiefe Spuren hinterlässt. Es bleibt nun einmal nicht ohne Folgen, wenn keine oder nur wenige Betriebspraktika stattfinden, wenn Ausbildungsmessen ausfallen, wenn junge Menschen und Arbeitgeber somit kaum die Möglichkeit haben, sich kennenzulernen. Die Zahlen, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung nun vorlegt, sind gleichwohl erschreckend: Wenn 40 Prozent der von den Betrieben angebotenen Lehrstellen nicht besetzt werden können, ist das ein Alarmzeichen, das nicht übersehen werden sollte.

Schon jetzt fehlen Fachkräfte

Denn schon jetzt fehlt es in vielen Betrieben an (jungen) Fachkräften. Diesen Mangel spüren insbesondere kleinere Firmen – und ausgerechnet bei ihnen bleiben viele Ausbildungsplätze unbesetzt.

Damit das duale Ausbildungssystem nicht weiter Schaden nimmt, muss auf beiden Seiten ein Umdenken stattfinden: Jugendliche (und ihre Eltern) sollten erkennen, dass es neben Abitur (und Studium) auch andere Wege gibt, um beruflich Karriere zu machen. Und so mancher Arbeitgeber sollte auch mal jenen Bewerbern eine Chance geben, die auf den ersten Blick nicht das Anforderungsprofil erfüllen.

x