Wirtschaft 2020 mehr ICE 4 auf Mannheimer Linien
Bahn verfehlt im November 2019 erneut ihr Pünktlichkeitsziel
Im Jahresfahrplan 2020 werden ICE 4 erstmals auf der Linie von Berlin über Mannheim nach Zürich eingesetzt. Dadurch steigt die Platzkapazität um rund 20 Prozent.
Bahnkunden hatten im November mit zahlreichen Verspätungen zu kämpfen. Nur 72,2 Prozent der Fernzüge kamen pünktlich, wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilte.Das ist der dritte Rückgang in Folge, nur im Juni lag der Monatswert in diesem Jahr noch niedriger. Als pünktlich im Sinne dieser Statistik werden Züge gewertet, die maximal fünf Minuten Verspätung haben.
Die DB betonte, dass sie verglichen mit dem November 2018 rund 1,8 Prozentpunkte besser abgeschnitten habe. Sonderereignisse wie ein Trafobrand in München hätten eine weitere Verbesserung aber unmöglich gemacht. DB-Infrastrukturchef Ronald Pofalla hatte schon angedeutet, dass die DB auch in diesem Jahr ihr Pünktlichkeitsziel verfehlen wird, das für den Fernverkehr mit ICE und Intercity bei 76,5 Prozent liegt. Im bisherigen Jahresdurchschnitt liegt die DB knapp 1 Prozentpunkt darunter.
Positive Effekte auf die Pünktlichkeit erhofft sich die DB im Jahresfahrplan 2020 vom verstärkten Einsatz neuer Fahrzeuge. Zwei der am stärksten frequentierten ICE-Linien, nämlich die von Hamburg über Mannheim nach Zürich und die von München über Mannheim und Leipzig nach Berlin sollen mit dem Fahrplanwechsel vom neuen ICE 4 übernommen werden, in dem auch die Mitnahme von Fahrrädern möglich ist. Dagegen kommt auf der Linie von Hamburg über Mannheim nach Stuttgart wieder verstärkt der ICE 1 statt des ICE 4 zum Einsatz. Mit dem Zwischenfahrplanwechsel im Juni 2020 soll der ICE 4, der mit 830 Sitzplätzen rund 20 Prozent mehr Kapazität hat als ein ICE 1, auch die Linie von Berlin über Mannheim und Basel nach Interlaken übernehmen.