Börsen RHEINPFALZ Plus Artikel Ölpreisanstieg belastet die Aktienkurse

Russland hat angekündigt, im März die Ölförderung zu reduzieren. Die Nachricht hat für steigende Ölpreise gesorgt.
Russland hat angekündigt, im März die Ölförderung zu reduzieren. Die Nachricht hat für steigende Ölpreise gesorgt.

Nach einem Anstieg auf ein Zwölfmonatshoch hat der Deutsche Aktienindex (Dax) Ende vergangener Woche Federn gelassen.

Ein Grund für den Rückgang war wohl die Ankündigung Russlands, ab März seine Ölförderung zu drosseln. Zwar importieren Deutschland und die anderen EU-Staaten wegen des Kriegs in der Ukraine sowieso kein russisches Öl mehr, wohl aber China und andere asiatische Länder. Wenn diese künftig weniger schwarzes Gold aus Russland erhielten, stiege die Nachfrage nach Öl vom Golf und aus anderen Förderländern – was die Preise in die Höhe treiben und damit die Inflation wieder anheizen könnte. Dabei gab es angesichts sinkender Großhandelspreise für Erdgas und Strom zuletzt Anlass zur Hoffnung, dass die Teuerungsrate im Jahresverlauf langsam zurückgeht. Diesen Trend dürften auch Zahlen zur Entwicklung der Verbraucherpreise in den USA im Januar bestätigen, die am Dienstag veröffentlicht werden. An den Börsen werden sie mit Spannung erwartet, weil die Inflation die weitere Zinspolitik der Notenbanken bestimmt.

In diesem Zusammenhang ebenfalls wichtig sind die US-Einzelhandelsumsätze im Januar, deren Entwicklung am Mittwoch verkündet wird. „Nach den schwachen Zahlen für November und Dezember deutet sich eine Gegenbewegung an. So hat der Autoabsatz nach Branchenangaben erheblich zugelegt“, schreibt Commerzbank-Analyst Christoph Balz. Neben den Konjunkturdaten stehen diese Woche interessante Bilanzberichte an. Unter den Dax-Unternehmen öffnen vier ihre Bücher: MTU Aero Engines (Dienstag), Airbus (Donnerstag) sowie die Allianz und Mercedes-Benz (am Freitag). Am Donnerstag öffnet außerdem die Commerzbank ihre Bücher, die zum Monatsende in die erste Börsenliga zurückkehren dürfte.

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