Wirtschaft Ärgernis für VRN-Jahreskartenbesitzer

Der Regional-Express von Neustadt nach Karlsruhe fährt im Stundentakt. Zusatztickets, die Besitzer von Karte ab 60 oder Job-Tick
Der Regional-Express von Neustadt nach Karlsruhe fährt im Stundentakt. Zusatztickets, die Besitzer von Karte ab 60 oder Job-Ticket für die Fahrt nach Karlsruhe brauchen, gibt es derzeit nur im Reisezentrum.

Über 300.000 Kunden des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar (VRN) haben eine Jahreskarte, die im kompletten VRN-Gebiet gilt. Eine solche Karte wie beispielsweise ein Job-Ticket oder eine Karte ab 60 ist auch für die Fahrt zu vielen Zielen außerhalb des VRN-Gebiets verwendbar. Bei Fahrten von der Pfalz nach Karlsruhe besteht derzeit jedoch ein ärgerliches Problem, für das es aber immerhin eine Übergangslösung gibt.

Sowohl von Kaiserslautern und Neustadt als auch von Frankenthal, Ludwigshafen und Speyer fährt ein schneller Regional-Express (RE) nach Karlsruhe. Wer ein Job-Ticket, eine Karte ab 60 oder ein Rhein-Neckar-Ticket hat, kann diese attraktiven Züge zu einem sehr günstigen Preis nutzen, wenn er für das Reststück, das von seiner VRN-Jahreskarte nicht abgedeckt ist, eine Zusatzkarte kauft. Dafür gibt es, wie berichtet, die „Fahrkarte zur Weiterfahrt“.

Derzeit erhält man eine eindeutige Absage am Automaten

Für den RE von Neustadt nach Karlsruhe braucht man eine derartige Zusatzkarte ab Wörth, für den RE von Frankenthal, Ludwigshafen und Speyer ab Huttenheim. Wer derzeit versucht, eine solche Zusatzkarte am Fahrkartenautomaten eines Pfälzer Bahnhofs zu kaufen, bekommt die Antwort „Strecke nicht möglich. Die gewählte Strecke ist für das Angebot nicht zugelassen“.

Die Bahn arbeitet an einer Lösung

Grund für dieses Problem ist die Einführung eines Landestarifs in Baden-Württemberg (BW-Tarif) zum Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember. Nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) sind die Tickets an Automaten „wegen softwaretechnischer Probleme“ derzeit nicht erhältlich. An der Fehlerbehebung werde „mit Hochdruck“ gearbeitet. Die Reisezentren an den Bahnhöfen im VRN-Gebiet seien informiert und verkauften Tickets für die betreffenden Strecken. Eine Fahrkarte von Wörth nach Karlsruhe kostet beispielsweise 4,30 Euro, darauf gibt es gegebenenfalls auch noch eine Ermäßigung für Bahncard-Besitzer. Mit der Bahncard 50 kostet die Fahrkarte also nur 2,15 Euro. Wer von einem Bahnhof ohne personenbedienten Fahrkartenverkauf wie beispielsweise Lambrecht oder Wachenheim abfährt, muss sich die Zusatzkarte spätestens in Neustadt kaufen. Ein Nachlösen im Zug ist nicht möglich. Tariftechnisch sind die beiden Fälle Wörth und Huttenheim, denen die aus Fahrgastsicht ärgerliche Situation gemeinsam sind, unterschiedlich. Bei dem Ticket von Wörth nach Karlsruhe handelt es sich um eine „Fahrkarte zur Weiterfahrt DB“ wie es sie beispielsweise auch von Guntersblum nach Mainz gibt. Bei der Strecke von Huttenheim nach Karlsruhe, die komplett in Baden-Württemberg liegt, ist dagegen der neue Tarif „BW-Weiterfahrt“ maßgeblich, der an Fahrkartenautomaten in Baden-Württemberg erhältlich ist, in Rheinland-Pfalz aber (noch) nicht. Die Installierung dieses Angebots an den Fahrkartenautomaten im rheinland-pfälzischen VRN-Gebiet soll nach DB-Angaben bis zum 1. April erfolgen.

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