Rheinpfalz Zur Sache: Vom Internat zum Wohnheim für Behinderte

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Gegründet wurde das Conrad-von-Wendt-Haus als katholisches Internat. Lange Jahre war es anschließend ein Mutter-Kind-Erholungsheim der Caritas, die das Haus jedoch aufgab. 2005 stand die ganze Einrichtung zur Disposition, bis sich die Josephs-Gesellschaft in Köln fand, die in dem langgestreckten Bau ein Wohnheim für Menschen mit Körperbehinderung und Menschen mit geistiger Behinderung, auch schweren Mehrfachbehinderungen, einrichten konnte. Ein großer Teil des Hauses war aber auch nicht damit zu füllen, weshalb eine größere Fläche in Appartements umgewandelt wurde, die an selbstständigere Behinderte vermietet werden sowie auch an Menschen gänzlich ohne Behinderung. Das Zusammenleben soll zusätzliche Effekte der Inklusion auslösen. Aktuell sind 50 Wohnplätze für vollstationär untergebrachte Bewohner vorhanden. 47 davon sind in fünf Wohngruppen belegt. Die Bewohner verfügen über 30 Quadratmeter große Einzelzimmer mit eigener Dusche, Telefon und Internet sowie Fernseher. Dazu kommen ambulante Angebote für Menschen, die in einer eigenen Wohnung leben. Das sind aktuell 14 Personen. Eine Tagesförderstätte kümmert sich um 32 Personen mit Angeboten wie Werken, Malen, aber auch „Hirnleistungstraining“. Im Conrad-von-Wendt-Haus arbeiten rund 100 Beschäftigte. Das Haus ist eine Einrichtung der Eingliederungshilfe. Den Betroffenen soll Hilfe zur Selbsthilfe gegeben werden im Sinne von Selbstbestimmung. Ein weitestgehend eigenständiges Leben will das Personal des Conrad-von-Wendt-Hauses seinen Bewohnern ermöglichen. Die Isolation der Menschen soll bewusst verhindert werden. |kka

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