Rheinpfalz Zur Sache: Parteibeitrag

Die Satzung der Linken sieht nicht nur vor, dass Mitglieder vom Parteibeitrag befreit werden können, sondern nennt auch einen Mindestbeitrag: 1,50 Euro sollen die Linken monatlich an ihre Partei abführen. Ausweislich eines Berichtes der Bundespartei aus dem Jahr 2013 zahlten die Mitglieder im rheinland-pfälzischen Landesverband durchschnittlich fünf Euro. Nur im Saarland waren es damals weniger. In Berlin hingegen lag der durchschnittliche Beitrag bei 17 Euro. Knapp 20 Prozent der rheinland-pfälzischen Mitglieder überwiesen 2015 einen Beitrag zwischen 1,50 und drei Euro. Immerhin drei Parteiangehörige zahlten damals mehr als 90 Euro im Monat in die Kasse der Genossen. Der RHEINPFALZ liegen parteiinterne Dokumente vor, die belegen, dass zum Stichtag 31. Dezember 2014 in Rheinland-Pfalz 503 Mitglieder nur den Mindestbeitrag zahlten. Das entspricht ungefähr einem Drittel der damaligen Parteiangehörigen. Offenbar haben etliche Genossen binnen weniger Monaten sich dazu entschieden, mehr Geld an die Partei zu zahlen. Ende März 2015 sind nämlich nur noch 351 Mindestbeitragszahler registriert, 152 weniger als noch drei Monate zuvor. Drei pfälzische Kreisverbände fallen besonders auf. So führt Pirmasens die parteiinterne Liste an: 58 Mitglieder zahlten dort nur den Mindestobulus, in Frankenthal waren es 45, im Kreisverband Kaiserslautern-Land 39. In anderen Kreisverbänden waren es deutlich weniger, etwa am Donnersberg gerade einmal ein Mindestbeitragszahler. |gana