Rheinpfalz Zur Sache: Die Platzsituation

Es gibt aktuell drei Gruppenräume, einen Waschraum mit sechs Toiletten und einem kleinen Wickelbereich, dazu eine kleine Teeküche (4,5 Quadratmeter), in der das Geschirr von Frühstück und Mittagessen gespült werden. Das kleine Leiterinnenbüro (sieben Quadratmeter), das maximal Gespräche mit ein bis zwei Personen ermöglicht, ist zwischen Spülküche und einem Gruppenraum untergebracht. Es gibt eine Personaltoilette für die im Schnitt 15 Mitarbeiter im Kindergarten. Für Gäste in der Kita gibt es keine eigene Toilette. Der Ruheraum für die Kleinkinder musste in einem Gruppenraum untergebracht werden. Ebenso wurde der Personalraum in einem Gruppenraum untergebracht. Der ist zu klein, weist eine ungünstige Lage auf für notwendige Personal- und Elterngespräche, bietet kaum Platz für Vor- und Nachbereitungszeiten der Erzieherinnen. Es ist fast unmöglich in diesem Raum Teamsitzungen abzuhalten, und für Pausen ist er nicht geeignet, da er ständig anderweitig benötigt wird. Zudem gibt es ständig Störungen in der Gruppe, wenn der Personalraum aufgesucht wird. Bisher war bereits im von der Grundschule genutzten Bereich der Schlafraum für die Ganztagskinder und die Kinder untergebracht, die das verlängerte Vormittagsangebot nutzen. Bis zu 36 Schlafplätze gibt es in dem Raum. Weil der Bedarf steigt, sind weitere 15 Schlafplätze notwendig, Das Problem dieses Raums ist, dass dieser ein Stockwerk höher liegt und durch den Flur vom Kitabereich getrennt ist. Ohne Begleitung können Kinder nicht zum Raum und zurück zur Kita gelangen. Der Personalbedarf, um hier die Betreuungspflicht zu erfüllen, ist enorm hoch aufgrund der räumlichen Situation. Zudem fehlt Stauraum für die Bettwäsche.
Zur Toilette nur mit Begleitung
Zwei Stockwerke von der eigentlichen Kindertagsstätte entfernt befindet sich der Förderraum. Der wird genutzt für die Vorschularbeit, Sprachförderung und das französische Sprachangebot. In der Nähe dieses Raums sind keine geeigneten Toiletten. Der Weg zur Toilette erfordert immer eine Begleitung der Kinder. Das gilt auch, wenn die Turnhalle genutzt wird. Räume, in denen Stillbeschäftigung möglich ist, gibt es derzeit nicht in geeigneter Form. Ein Gruppenraum wird durch den Einbau eines Schranks, der als Lager genutzt wird, unterteilt. „Auf Dauer sicher ein Ding der Unmöglichkeit“, hatte Ausschussmitglied Heribert Entenmann (CDU) bei der Besichtigung festgestellt und ergänzt: „Jetzt haben wir aber die Möglichkeit, hier Lösungen zu finden.“ Das gelte auch für den beengten Bereich Toilette/Wickelraum, sagte Andreas Peiser (SPD) bei der Besichtigung. Bis zu 40 Kinder essen zurzeit mittags in der Kindertagesstätte. Gegessen wird in den Gruppenräumen. Die vorhandene Spülküche kann dem dadurch entstehenden Bedarf im Grunde nicht mehr gerecht werden.
