Rheinpfalz Waldfischbach-Burgalben: In der Kita geht es höchst beengt zu
In der kommunalen Kindertagesstätte Regenbogen in Burgalben geht es räumlich sehr beengt zu. Mehr Platz zu schaffen ist jetzt möglich, weil die Grundschule ausgezogen ist. Eine erste räumliche Nutzungserweiterung für die Kita ist heute Thema im Gemeinderat (19.30 Uhr).
Im Dezember hatte sich der Bauplanungsausschuss bei einem Vor-Ort-Termin mit der Situation befasst. Erste Ergebnisse: Der Ausschuss empfiehlt, dass vorerst die Turnhalle der Grundschule vom Kindergarten genutzt wird – was auch bereits der Fall ist – sowie ein Büroraum. „Wir benötigen aber ein Gesamtkonzept für den Kindergarten“, fasste Ortschefin Anna Silvia Henne (SPD) die Beratungen zusammen. Die Grundschule Burgalben, die bis zum Sommer 2018 noch in diesem Gebäude untergebracht war, ist ausgezogen. Es gibt nun die neue Ganztagsschule am Standort Waldfischbach. Der Verbandsgemeinderat hat bereits beschlossen, dass das Gebäude in Burgalben an die Ortsgemeinde zurückgegeben wird, wenn diese das beantragt.
Platz für 65 Kinder
Kita-Leiterin Anja Schindler-Dums hatte interessierten Ausschussmitgliedern die beengte Raumsituation bei einer Besichtigung genau vor Augen geführt. Die Kindertagesstätte bietet 65 Kindern Platz. Es gibt drei Gruppen. Die Gruppen teilen sich auf in zwei geöffnete Kindergartengruppen mit jeweils 25 Plätzen, in denen einmal bis zu vier, einmal bis zu sechs Kinder ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr betreut werden können. Die dritte Gruppe umfasst 15 Plätze und bietet unter anderem das Vorschulprogramm für die Kinder, die vor dem Schuleintritt stehen. Sieben Plätze in dieser Gruppe sind von Kindern belegt, die jünger als drei Jahre sind. Insgesamt hat der Kindergarten 30 Ganztagsplätze für Kinder ab zwei Jahren. 8,25 Personalstellen sind für den Kindergarten ausgewiesen, der täglich zehn Stunden geöffnet hat. Der Bedarf an Plätzen ist wesentlich höher. Eine vierte Gruppe wird benötigt. Damit das genehmigt wird, sind Investitionen unumgänglich – unabhängig vom zusätzlichen Platzbedarf, wenn das neue Kindergartengesetz des Landes in Kraft treten sollte. Es gibt eine Warteliste bei der Aufnahme von Kindern, die jünger als drei Jahre sind, erklärte Schindler-Dums. Acht bis zehn weitere Betreuungsplätze für ein- und zweijährige Kinder würden benötigt. Der Betreuungsbedarf der meist berufstätigen Eltern sei so hoch, dass 70 bis 80 Prozent der Regelplätze als Ganztagsplätze ausgewiesen sein müssten, erläuterte sie.
Bedarf an Hortplätzen ist erfasst
Schwierig ist auch die Situation bei den Hortplätzen, die aktuell im evangelischen und katholischen Kindergarten im Ort angeboten werden. Der Bedarf an 15 bis 20 weiteren Hortplätze ist trotz Ganztagsschulangebot erfasst. Schindler-Dums hatte die Entwicklung der Kindertagesstätte, die 1995 mit zwei Gruppen eröffnet wurde, aufgezeigt und machte deutlich, dass das Landes- und Kreisjugendamt seit Jahren eine verbesserte räumliche Situation fordern. Drohte zwischenzeitlich der Entzug der Betriebserlaubnis, wurde räumlich nachgebessert, oft zwingend improvisiert. Aufgrund der beengten räumlichen Situation wurden damit zwar die Forderungen im Mindestmaß erfüllt, aber in der Praxis gingen mit den gefundenen Lösungen Probleme einher.