Rheinpfalz Yego holt Speerwurf-Gold für Kenia
Es war der achtweiteste Speerwurf der Geschichte und das besondere Ereignis am fünften Wettkampftag der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking. Julius Yego aus Kenia setzte seine Favoritenrolle in den WM-Titel um, als er 800 Gramm schweren Speer auf 92,72 Meter schleuderte. Aber der Höhepunkt aus deutscher Sicht war der dritte Platz von Gesa-Felicitas Krause über 3000 Meter Hindernis, die erst auf der Zielgerade nach einem beherzten Rennen verlor – um 14 Hundertstel Sekunden gegen die Kenianerin Jepkemoi. Nur zwei Werfer, Jan Zelezny (Tschechien, 98,48 m) und der Finne Aki Parviainen (92,80 m) warfen jemals weiter als Julius Yego. „Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich ich bin. Der erste Kenianer, der das Speerwerfen gewann, unglaublich.“ Zweiter wurde der Ägypter Ihab Abdelrahman El Sayed (88,99 m) vor dem Finnen Tero Pitkämäki (87,64 m). Die Deutschen Thomas Röhler (87,41 m), Andreas Hofmann (86,01 m) und Johannes Vetter (83,79 m) belegten die Plätze vier, sechs und sieben. Bundestrainer Boris Obergföll war stolz auf ihre Leistungen. Den Stabhochsprung der Frauen gewann die Kubanerin Yarisley Silva, die auch das Meeting in Jockgrim gewonnen hatte, mit 4,90 Meter vor der Brasilianerin Fabiana Murer (4,85 m). Lisa Ryzih (25) vom ABC Ludwigshafen kam nicht über Platz zwölf hinaus. Sie übersprang 4,60 Meter. Bundestrainer Andrei Tivontchik (Zweibrücken) meinte: „Sie hat nach ihrem Stabbruch und der Handverletzung Anfang August nicht wieder die Stabilität erreicht“. Martina Strutz wurde Achte. (ku)