Rheinpfalz Wirtschaft: Festo produziert in Hallen von Bosch-Tochter

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Mit Automatisierungs-Technikhersteller Festo hat die landeseigene Strukturholding Saar einen Mieter für das von der Bosch-Tochter Bosch Emission Systems (BESG) Ende 2017 aufgegebene Werk in Neunkirchen- Wellesweiler gefunden. Wie Festo bestätigt, werden 250 Mitarbeiter des Bereichs Customer Solutions bis Ende September in das 2014 errichtete Werk umziehen.

Bislang sind die Mitarbeiter, die keine Standardkomponenten, sondern auf Kundenbedürfnisse zugeschnittene Antriebe fertigen, in St. Ingbert-Rohrbach tätig. Dort ist neben der Fertigung das Logistik-Zentrum für die europaweite Direktbelieferung untergebracht. Auch werden die Festo eigenen Verteilzentren in 61 Ländern von dort aus beliefert. Um dringend erforderlichen Platz für die Produktion zu schaffen, habe man sich entschlossen, das frühere BESG-Werk zu mieten. In den 15.000 Quadratmeter großen Hallen werden seit Mai Maschinen installiert. Im Herbst soll die Produktion aufgenommen werden. Festo will 45 Millionen Euro im Saarland investieren. Festo beschäftigt nach eigenen Angaben rund 2800 Mitarbeiter in Rohrbach. Sie fertigen elektrische und pneumatische Antriebe sowie Zylinder für den Anlagenbau. Die BESG hatte gut 150 Mitarbeiter in Wellesweiler. Das 2010 zusammen mit dem Motorenhersteller Deutz gegründete Gemeinschaftsunternehmen für die Produktion von Abgasnachbehandlungsanlagen, ab 2012 von Bosch allein betrieben, scheiterte, weil die Marktentwicklung weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Bosch zog 2016 die Reißleine, im vergangenen Dezember wurde der Betrieb eingestellt.

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