Rheinpfalz Weiteres Rezept gegen Hausärztemangel

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MAINZ. Ärzte und Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz wollen bessere Rahmenbedingungen schaffen für die Ausbildung von Allgemeinmedizinern. Das soll helfen, dem drohenden Mangel an Hausärzten entgegenzuwirken.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV), die Krankenhausgesellschaft und die Landesärztekammer haben gestern in Mainz gemeinsam die sogenannte Koordinierungsstelle Weiterbildung Allgemeinmedizin gestartet. Sie soll künftig zentrale Anlaufstelle für angehende Hausärzte, aber auch für deren Ausbilder und für Krankenhäuser sein. Junge Mediziner müssen nach Abschluss ihres Studiums eine mehrjährige Weiterbildung machen, um sich als Facharzt zu qualifizieren. In aller Regel geschieht dies durch die Arbeit als Assistenzärztin oder Assistenzarzt in einem Krankenhaus. Die künftigen Allgemeinmediziner müssen drei Jahre in der Klinik arbeiten und sich dabei unter anderem in Innerer Medizin und in der Chirurgie weiterbilden. Zwei Jahre müssen sie in einer Arztpraxis Erfahrung sammeln. Für die Betroffenen bedeutet dies mindestens einen Arbeitsplatzwechsel, oft auch noch den Wechsel des Wohnorts. Die neue Koordinierungsstelle soll schon an der Uni für das Fachgebiet Allgemeinmedizin werben. Vor allem jedoch soll die Stelle in allen Regionen des Landes niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser zu Verbünden zusammenführen. Der Vorteil für den Medizinernachwuchs: Im Idealfall reicht eine Bewerbung für die gesamte Facharztausbildung. Gesundheitsstaatssekretär David Langner (SPD) und Landesärztekammerpräsident Günther Matheis nannten die neue Stelle einen weiteren wichtigen Baustein, mit dem die Hausärzteversorgung auch in Zukunft überall im Land sichergestellt werden solle. KV-Vorstandschef Peter Heinz rechnete vor, dass in den kommenden fünf Jahren jeder zweite der zurzeit 2700 Hausärzte in den Ruhestand gehen könnte. Zuletzt hatte das Land an der Uni Mainz einen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin eingerichtet, um der jungen Medizinergeneration, die „nicht mehr den 24-Stunden-sieben-Tage-Arzt“ (Heinz) geben wolle, das Fach wieder schmackhafter zu machen. Die Koordinierungsstelle wird künftig auch die von Krankenkassen und KV zur Verfügung gestellten Fördermittel verteilen: Eine Praxis bekommt bis zu 4800 Euro monatlich pro Weiterbildungsstelle, ein Krankenhaus rund 2400 Euro. Einwurf |nob

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