Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Weiterer Gesprächsbedarf zur geplanten Freiflächenphotovoltaikanlage bei St. Julian

Eine Wiese oberhalb des Friedhofs im St.Julianer Ortsteil Eschenau ist eine von zwei möglichen Flächen für die Photovoltaikanlag
Eine Wiese oberhalb des Friedhofs im St.Julianer Ortsteil Eschenau ist eine von zwei möglichen Flächen für die Photovoltaikanlage.

Den defizitären Haushalt mit Einnahmen aufpolieren und gleichzeitig etwas Positives für die Umwelt tun: Die Ortsgemeinde St. Julian will mit der Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Doch der zweite Besprechungstermin im Gemeinderat zeigte: Es gibt noch viel zu klären.

Das Interesse der Bevölkerung an der letzten Gemeinderatssitzung vor den Kommunalwahlen war groß. In der vorhergehenden Zusammenkunft hatte der Gemeinderat angekündigt, das Thema der heiß diskutierten Freiflächenphotovoltaikanlage erneut aufzurollen. Um für neue Erkenntnisse zu sorgen, war am Mittwochabend ein Vertreter der Firma Trianel GmbH eingeladen.

Höhe der Einnahmen noch nicht klar

Einige Ungereimtheiten der vergangenen Sitzung ließen sich an diesem Abend beantworten. So zum Beispiel, wie eine solche Anlage Einnahmen für die Gemeinde generiert, welche Flächen gefördert werden, Brandschutz, Einfriedung und Rückbau. Doch die Frage nach der Höhe der Einnahmen, mit denen man rechnen könne, blieb unbeantwortet. Zu diesem Zeitpunkt stand zudem noch nicht fest, auf welcher Lage die Photovoltaikanlage errichtet werden könnte. Denn die beiden bislang in Aussicht stehenden Flächen sind Privateigentum; das Stimmungsbild der Besitzer unbekannt. Man möchte mit irgendwelchen hochgegriffenen Zahlen keine falschen Erwartungen wecken, sagte der Unternehmenssprecher.

Informationsveranstaltung folgt

Wichtig für die Gemeinde ist: Kann eine Photovoltaikanlage auf der möglichen Grünfläche in der Nähe des Grünschnittplatzes errichtet werden, würde dieser durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) Fördergelder zustehen – und sie würde so höhere Einnahmen erzielen. Bei der anderen potenziellen Fläche entfällt die Förderung anteilig, denn Ackerland wird nicht gefördert.

Weitere Gespräche zu diesem Thema sind vorgesehen, darunter eine Informationsveranstaltung und Vorabgesprächen mit den Grundstückseigentümern.

Nebenprojekte zur B 420

Als weiterer Tagesordnungspunkt beschloss der Gemeinderat Nebenprojekte zum derzeit stattfindenden Ausbau der Ortsdurchfahrt. In diesem Zuge sollen für das Dorfgemeinschaftshaus St. Julian Pflasterarbeiten durchgeführt und die Asphaltbefestigung am Bahnweg (rund 275 Quadratmeter) erneuert werden. Die Kosten dieser beiden Maßnahmen belaufen sich auf rund 22.000 Euro, wovon Einsparungen von rund 600 Euro durch Eigenleistung beim Entfernen des alten Pflasters am Gemeindehaus in Aussicht stehen.

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