Rheinpfalz Weiter eigenständig oder im Verbund

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Den Gemeindewerken Waldfischbach-Burgalben geht es gut, unterstreichen Waldfischbach-Burgalbens Bürgermeisterin Anna Silvia Henne und Werkleiter Martin Peifer. Am Thema „Zukunftsfähigkeit der Gemeindewerke“ werde schon lange gearbeitet, „und darüber sind der Gemeinderat und die entsprechenden Ausschüsse detailliert informiert“, unterstreicht Henne.

Die Forderung der CDU-Fraktion, an der Zukunftsfähigkeit zu arbeiten (die RHEINPFALZ berichtete), sei deshalb überflüssig gewesen. Schon lange werde gemeinsam mit den Gremien an diesem Thema gearbeitet. Die von der CDU getroffene Aussage, dass im Werk Waldfischbach-Burgalben qualifiziertes Personal fehle, das sich ein kleines Werk finanziell gar nicht leisten könne, „die weisen wir zurück. Wir haben hier sehr gute Mitarbeiter“, betonen Henne und Peifer. Dass es für kleine, eigenständige Gemeindewerke aufgrund immer mehr regulatorischer Eingriffe und Verpflichtungen nicht einfacher werde, am Markt zu bestehen, sei keine neue Entwicklung. Auf diese habe das Werk immer reagiert, sagt Peifer. Denn es sei klar, dass das Werk ein Dienstleister ist und dass die Kunden von ihrem Dienstleister erwarten, dass er das Produkt – in diesem Fall Strom – zu einem marktkonformen Preis liefert. 2500 Kunden beliefern die Werke in Waldfischbach-Burgalben mit Strom. Kunden, die ihren Stromanbieter wechseln, gibt es immer wieder. Im vergangenen Jahr wechselten acht Prozent der früheren Gemeindewerke-Kunden zu einem anderen Anbieter. Aber auch die Gemeindewerke rekrutieren neue Kunden, verkaufen beispielsweise auch Strom in die Vorderpfalz. Was die marktkonformen Leistungen betrifft, sei die anlaufende, gesetzlich geforderte Umrüstung von bisherigen Stromzählern auf sogenannte intelligente Stromzähler, auch Smartmeter genannt, ein gutes Beispiel. Hier werden die marktkonformen Preise beispielsweise durch den Einkauf in einem Verbund erreicht. Klar sei auch, dass durch das neue Gesetz, das beispielsweise von der Bundesnetzagentur als überflüssig bezeichnet wird, neue Anforderungen gestellt würden. Vor allem an den Vertrieb. Damit sich für die Kunden die mit den kommenden Stromzählern verbundenen höheren Kosten rechnen, müsste der Stromanbieter theoretisch sagen: „Achtung, aktuell kostet der Strom an der Börse nichts, willst du nicht jetzt deine Wäsche waschen“, erläutert Peifer. Ob das E-Werk, das fünf technische Mitarbeiter und eine Vertriebsmitarbeiterin der Verbandsgemeinde beschäftigt, den Anforderungen in Zukunft eigenständig oder in einer Verbundlösung besser gerecht werden könne, „diese Fragen beschäftigen uns schon lange“, sagt Henne. Auf einem Tableau werden mögliche Alternativen erfasst und in jeder Hinsicht genau geprüft. In Zusammenarbeit mit Wirtschaftsprüfer, Fachleuten von technischer und IT-Seite, Rückmeldungen aus Gesprächen mit dem Ministerium und vielem mehr. Entscheidend seien für eine tragfähige Lösung drei Kriterien: Ist es gut für das Werk? Ist es gut für die Gemeinde? Hat die Gemeinde ein Mitspracherecht? Diese Kriterien müssen bei einer künftigen Lösung bedacht werden. Die Lösung könne weiter Eigenständigkeit heißen, möglicherweise in Form einer GmbH statt als Eigenbetrieb. Denkbar wäre auch eine Westpfalz-Verbundlösung. Vom Tisch ist die Rechtsform der „Anstalt des öffentlichen Rechts“. „Diese Rechtsform wäre nicht bedarfsgerecht und absolut nicht tragfähig“, sagt Henne zu einem ersten Ergebnis der laufenden Untersuchungen.

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