Rheinpfalz Warum es gut ist, in die Schule zu gehen

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Manchmal habe ich keine Lust, in die Schule zu gehen. Aber gestern hat sich der Schulbesuch gelohnt. Aus zwei Gründen: Zum einen habe ich die Klasse 3a der Grundschule in Berghausen besucht. Das sind total nette Kinder. Und zum anderen habe ich gelernt, dass Kinder nicht nur Pflichten haben. Sondern auch Rechte. Eines dieser Rechte ist das Recht auf Bildung.

Zuerst muss ich euch ein bisschen was über die 18 Kinder der Klasse 3a an der Grundschule Berghausen erzählen. Denn die Klassenlehrerin Charlotte Koch hat mir verraten, dass die Kinder das ganze Schuljahr über darauf achten, dass es den anderen gut geht. Sie nehmen sich immer etwas vor, was sie besonders gut machen wollen. Frau Koch erzählt: „In dieser Woche nehmen wir uns vor, besonders höflich zu den anderen Kindern zu sein. Auch zu denen, die wir vielleicht nicht so mögen.“ Und dann machen die Kinder der 3a noch etwas Tolles: Sie schreiben sich regelmäßig Briefe. Es sind besondere Briefe, in denen nur Dinge stehen, die ein Kind am anderen Kind gerne mag. Die Klassenlehrerin Charlotte Koch will, dass die Grundschulkinder auch an andere Kinder denken. Zum Beispiel an Kinder, die nicht in Deutschland leben und die betteln müssen, damit ihre Familie genug zu essen hat. Oder an Kinder, die aus ihrer Heimat flüchten müssen, weil dort Krieg ist. Deswegen hat sie zwei Frauen aus Mannheim eingeladen: Sie heißen Evelin Ehmann und Lore Hadrian und setzen sich in ihrer Freizeit für das Kinderhilfswerk Unicef ein. Die Organisation Unicef bemüht sich seit fast 70 Jahren darum, dass die Rechte der Kinder auf der ganzen Welt beachtet werden. Ein Recht, das Kinder haben, ist das Recht auf Bildung. Das heißt: Alle Kinder dürfen in die Schule gehen. In Deutschland ist das so. Aber in anderen Ländern müssen sie ihren Eltern in der Landwirtschaft helfen oder auf ihre kleinen Geschwister aufpassen, so dass sie keine Zeit für den Schulbesuch haben. Ein Mädchen erzählt, was dann passiert: „Dann lernen die nichts und dann können sie keinen Beruf machen und nichts verdienen.“ Ein Junge sagt: „Dann bleiben die Kinder dumm.“   Die Kinder haben am Schluss des Unterrichts mit den beiden Frauen aus Mannheim auf Plakate geschrieben, welche Rechte für Kinder umgesetzt werden sollen. Die Klassenlehrerin will jetzt einen Politiker in die Schule einladen. Er heißt Norbert Schindler und ist Bundestagsabgeordneter. Ihm wollen die Kinder erklären, was er tun kann, um im Bundestag für die Rechte der Kinder einzutreten. Nach dem interessanten Unterricht in Berghausen macht mir der Schulbesuch jetzt auch wieder mehr Spaß. Denn jetzt weiß ich, dass der Schulbesuch ein Recht von Kindern ist. Und keine lästige Pflicht. (snr) Zur Sache: Kinderrechte  Das Kinderhilfswerk Unicef hat eine Liste veröffentlicht, auf der zehn Rechte von Kindern stehen. Das sind: Das Recht auf.... 1. Gleichheit (von Jungs und Mädchen) 2. Gesundheit (für alle Kinder) 3. Bildung (Schulbesuch) 4. Spiel und Freizeit 5. Freie Meinungsäußerung (Jedes Kind darf sagen, was es denkt.) 6. Gewaltfreie Erziehung (ohne Schläge) 7. Schutz im Krieg, auf der Flucht 8. Schutz vor wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung (Kein Kind darf zur Arbeit gezwungen werden.) 9. Elterliche Fürsorge (Die Eltern müssen sich um ihre Kinder kümmern.) 10. Förderung bei Behinderung

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