Rheinpfalz „Waldtage“ ohne Wettbewerbsdruck

150 Kinder aus den Grundschulen der Verbandsgemeinde Hauenstein nahmen am „Waldtag“ teil, zu dem das Fortsamt Hinterweidenthal a
150 Kinder aus den Grundschulen der Verbandsgemeinde Hauenstein nahmen am »Waldtag« teil, zu dem das Fortsamt Hinterweidenthal an den Hauensteiner Grillplatz eingeladen hatte. Unser Foto zeigt Kinder aus der 4a der Grundschule Hauenstein beim Sägen. Da war der Rat von Förster Günter Beck überaus gefragt.

„Wald bewegt“ – unter diesem Motto laufen seit Donnerstag und bis zum morgigen Sonntag die „Deutschen Waldtage“. Bundesweit finden 150 Veranstaltungen statt, 35 in Rheinland-Pfalz, eine davon in Hauenstein. Am Donnerstag nahmen rund 150 Kinder aus den Grundschulen Hauenstein, Hinterweidenthal und Wilgartswiesen an einem „Waldtag“ teil, den das Forstamt Hinterweidenthal am Grillplatz organisiert hatte.

„Uns kommt es darauf an, dass die Dritt- und Viertklässler den Wald mit allen Sinnen erleben und dabei auch einiges über den Wald und seine vielen Funktionen erfahren“, sagte Förster Richard Schwarz. Und den Kindern aus sieben Klassen, die nach und nach das Queichtal erreichten, wünschte er an den insgesamt acht Stationen „viel Spaß an den Spielen rund um das Erlebnis Wald“ und machte auch deutlich, dass wirklich „nur der Spaß“ im Vordergrund stehe und keineswegs ein Wettbewerb stattfinde. Und so machten sich die Klassen denn sehr bald auf den Weg zu den Stationen. An einer Station unweit des Paddelweihers drehte sich alles ums Wasser. Auf einem „Pirschpfad“ waren Tiere des Waldes zu finden und zu erkennen und auch Dinge, die nicht in den Wald gehören. Und in einer Sinnesschule waren Bäume mit allen Sinnen zu wahrzunehmen. Rund um den Grillplatz waren eher spielerische Stationen aufgebaut. Hier zielten die Kinder mit „Butzle“, mit Fichtenzapfen also, auf Kisten, dort flogen dem begleitenden Förster bei der Suche nach Waldwörtern die Begriffe nur so um die Ohren. Hier versuchten sich die Buben und Mädchen im Sägen, was mit den kleinen Sägen und dem harten Holz eine echte Herausforderung darstellte. Und auf dem Bouleplatz bewiesen sie Geschicklichkeit und Tempo beim Baumscheibenlauf. Nach all dem hatten die zwölf Forstleute, die den „Waldtag“ begleiteten, für die Kinder einen Imbiss vorbereitet: Bei Weck und Wurst und einem Getränk wurden die Erlebnisse des Morgens aufbereitet. Silas aus der vierten Klasse hatte beim Sägen besonderen Spaß, die Drittklässlerin Selina fand den Pirschpfad mit den Tieren besonders spannend. „Wir könnten doch noch hierbleiben, es war total schön“, sagte eine andere Drittklässlerin. Und alle fanden es besonders gut, dass es an diesem Tag keine Hausaufgaben gab … Lehrerin Katja Spengler, die in Hauenstein eine dritte Klasse leitet, stellte fest, dass der „Waldtag“ bei den Kindern „super angekommen“ sei. „Die Stationen wiesen eine gute Mischung zwischen Wissensvermittlung und eher spielerischen und sportlichen Aktivitäten auf“, sagte sie. Besonders habe ihr gefallen, dass der Tag ohne den Wettbewerbsdruck, wie man ihn von den Waldjugendspielen kennt, abgelaufen sei. Richard Schwarz bilanzierte: „Wenn außer dem Spaß, den wir zusammen hatten, bei den Kindern auch noch Wissen über den Wald hängengeblieben ist, dann war das heute ein überaus erfolgreicher Tag.“

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