Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Waldfischbach-Burgalben: Gewächshäuser am Friedhof werden abgerissen

Viel Arbeit: Knapp 176.000 Euro kostet der Rückbau der Gewächshäuser am Friedhof.
Viel Arbeit: Knapp 176.000 Euro kostet der Rückbau der Gewächshäuser am Friedhof. Foto: Andrea Daum

Ein Schandfleck wird beseitigt: Die Gewächshäuser am Friedhof in Waldfischbach werden abgerissen. Knapp 176.000 Euro kostet es, das Gelände wieder so herzustellen, dass es bebaut werden kann.

Jahrelang hatte der Gemeinderat immer mal wieder über die Gewächshäuser diskutiert, passiert war lange nichts. Nun wird das Gelände geräumt, inklusive des noch verbauten Öltanks. Der Gemeinderat Waldfischbach-Burgalben vergab am Mittwoch den Auftrag zum Abriss der Häuser.

Die frühere Gärtnerei besteht aus mehreren zusammenhängenden Gewächshäusern. Die Firma A.R.D. Simmertal aus dem Landkreis Bad Kreuznach, die den Auftrag erhielt, muss die Gebäude mit einem Bruttorauminhalt von 8200 Kubikmeter entfernen. Zu den Aufgaben, die das Angebot beinhaltet, gehören die Entkernung der Gebäude inklusive Entfernung des Pflanzenbewuchses sowie die Entrümpelung der Gewächshäuser, in denen zum Beispiel noch zugewachsene Pflanztische stehen und die von Heizungsanlagen durchzogen sind.

Öltank wurde nie abgebaut

Schadstoffe müssen entfernt werden, Asbestsanierungsarbeiten sind notwendig, künstliche Mineralfasern müssen ausgebaut und fachgerecht entsorgt werden. Die Gewächshäuser sind außerdem unterkellert. Darunter befindet sich noch ein Öltank mit etwa 50.000 Liter Fassungsvermögen, der nie richtig endgereinigt wurde, nachdem er außer Betrieb ging. Auch der muss entsorgt werden. Erdarbeiten sind notwendig. Insgesamt wird von 1000 Tonnen Abfall ausgegangen, die zu entsorgen sind. Das Gelände werde so hergestellt, dass es wieder bebaut werden kann, gab Bürgermeister Michael Oestreicher Informationen der Verwaltung weiter.

Die Gemeindearbeiter hatte im vergangenen Jahr schon einigen Abfall entsorgt, damit die Gemeinde überhaupt einen Überblick bekam, welche Arbeiten bei einem Abriss zu erledigen sind. Unzählige Müllsäcke hatten sich nach der ersten Aufräumaktion gestapelt.

Kaufvertrag für die Gemeinde ungeschickt

Gekauft hatte die Gemeinde die Gewächshäuser einst, um eine Erweiterungsfläche für den Friedhof zu haben. Diese wird – auch angesichts des Trends zur Urnenbestattung – nicht mehr benötigt. Der Kaufvertrag war für die Gemeinde nicht glücklich gestaltet worden. Der Vorbesitzer konnte die Gewächshäuser in dem Zustand übergeben, in dem sie waren. Er war nicht verpflichtet worden, die Gebäude zumindest zu räumen, um halbwegs ordnungsgemäße Zustände herzustellen. Die werden jetzt geschaffen, nach einer jahrelangen Hängepartie.

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