Rheinpfalz „Unfaire Anklagen“

Mit der Imagekampagne der Kliniken in Deutschland hat sich am Donnerstag der Verband der Krankenhaus-Direktoren Rheinland-Pfalz/ Saarland bei seiner Tagung im Westpfalz-Klinikum beschäftigt. „Wann immer das Leben uns braucht“ ist der Titel der Kampagne, mit der gegen das negative Bild der Kliniken bundesweit gekämpft werden soll.
Landesvorsitzender Peter Förster, Geschäftsführer des Westpfalz-Klinikums, erklärte, die etwa 60 Führungskräfte der Kliniken beider Länder hätten Aktionen besprochen, mit denen gezeigt werden solle, dass die Krankenhausbeschäftigten wie kaum eine andere Berufsgruppe an 365 Tagen im Jahr und 24 Stunden pro Tag für die Bevölkerung präsent seien. Insbesondere seien es die Krankenkassen, die alle Kliniken in ein schlechtes Licht rückten. Förster sprach als Beispiele den Vorwurf von falschen Abrechnungen an oder auch die 19.000 Patienten, die laut Kassen jährlich wegen Krankenhauskeimen ums Leben kämen. Durch solche Äußerungen und Vermutungen würden die Leistungen der Kliniken und ihrer Mitarbeiter stark beschädigt, sagte Förster. Er bezeichnete diese öffentlichkeitswirksamen Anklagen als unfair, sie verunsicherten überdies die Bürger. Ein weiteres Beispiel sei der Vorwurf, dass zu viel operiert werde. Dabei werde verschwiegen, dass die Patienten zunehmend älter würden und die Medizin mehr Möglichkeiten habe, ihnen zu helfen. Förster sagte, an deutschen Krankenhäusern würden pro Jahr 38 Millionen Patienten von hoch qualifiziertem und motiviertem Personal behandelt. (ita)